c't 6/2018
S. 148
Know-how
Soziales Netzwerk Mastodon
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Herdentrieb

Verteiltes soziales Netzwerken mit der Twitter-Alternative Mastodon

Twitter ist umstritten. Beispielsweise stehen die Sperr- und Löschpraktiken des Kurznachrichtendienstes in der Kritik. Mit Mastodon hat ein deutscher Entwickler eine quelloffene, standardkonforme, nichtkommerzielle und dezentrale Alternative geschaffen. Ein Überblick.

Bei Mastodon wird nicht gezwitschert, sondern getrötet: Das Maskottchen des Netzwerks ist ein prähistorischer Ur-Elefant. Beim Funktionsumfang gibt es auf den ersten Blick viele Ähnlichkeiten zu Twitter: Nutzer verfassen Kurznachrichten und folgen den Nachrichten anderer. Die Nachrichten (Toots) dürfen maximal 500 Zeichen lang sein und können Emojis, GIFs, Links oder Mediendateien enthalten.

Die Desktop-Oberfläche präsentiert die Kurznachrichten, eine Suchfunktion, Benachrichtigungen und andere Infos in einem konfigurierbaren Spaltenlayout. Besonders auf Breitbildmonitoren funktioniert das gut, da man zum Beispiel Hashtag-Suchen als neue Spalten anheften kann. Es gibt aber auch alternative Web-Oberflächen und Apps für Windows, macOS, Linux, Android und iOS. Für Android empfehlen wir Tusky, für iOS Amaroq (alle Links unter ct.de/ypbw).

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