c't 7/2018
S. 116
Test
NAS: Festplatten für Netzwerkspeicher
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Plattenkarussell

NAS-Festplatten mit 3 bis 12 TByte Kapazität

Als Datenlager in einem NAS sind Festplatten schnell genug, und deutlich teurere SSDs wären totaler Overkill. 23 für NAS optimierte Laufwerke mussten ihre Eignung auf dem c’t-Prüfstand beweisen.

B is zu zwei Festplatten passen in die Netzwerkspeicher aus den voranstehenden Artikeln hinein. Bestückt man diese mit zwei 12-TByte-Festplatten, so erreicht man mit einer RAID-0-Konfiguration die schon beträchtliche Speicherkapazität von rund 24 TByte.

Doch nicht jeder braucht so viel Platz, viele Anwender kommen mit einem NAS mit nur einem Zehntel dieser Kapazität aus. Die NAS unterstützen beliebige Kapazitäten, die Festplattenhersteller liefern die passenden Platten – und so rundet dieser Test aller derzeit verfügbaren NAS-Festplatten ab 3 TByte diesen Schwerpunkt ab.

Nur noch drei Hersteller bieten spezielle NAS-Festplatten an: Seagate, Toshiba und Western Digital (WD). Für NAS mit bis zu 8 Schächten haben alle eine passende Serie im Programm; die Pro-Serien von Seagate und WD sind für Gehäuse mit bis zu 16 Schächten ausgelegt.

Im Test sind damit Seagate Ironwolf und Ironwolf Pro, die Toshiba-Laufwerke N300 und die WD-Serien Red und Red Pro, alle im 3,5-Zoll-Format. Laufwerke im 2,5-Zoll-Format sind als günstige NAS-Platten kaum erhältlich, lediglich WD hat mit der Red ein passendes Modell im Programm – allerdings mit maximal 1 TByte und damit für die meisten Heim-NAS zu klein. 3 TByte sind nach unserer Auffassung das Minimum für ein NAS, darunter lohnt der Einsatz kaum und auch der Preis pro TByte ist im Vergleich zu größeren Kapazitäten recht hoch.

Die obere Grenze markiert Seagate mit seinen Helium-gefüllten 12-TByte-Laufwerken, bei WD liegt das Maximum derzeit bei 10 TByte. Toshiba, der kleinste der drei Hersteller, hat zwar bereits eine luftgefüllte Server-Festplatte mit 10 TByte vorgestellt, bei den NAS-Festplatten ist jedoch derzeit noch bei 8 TByte Schluss – größere Helium-Platten sollen in diesem Jahr folgen.

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Ergänzungen & Berichtigungen

UAE bei WD Red Pro

Die Wahrscheinlichkeit unkorrigierbarer Lesefehler bei den WD Red Pro liegt bei 1 * 10-14, also schlechter als in der Tabelle angegeben.

Die maximale Leserate der Seagate Ironwolf mit 12 TByte ist im Diagramm falsch angegeben worden. Sie liegt nicht bei 197 MByte/s, sondern bei 256 MByte/s.