c't 7/2018
S. 20
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Social-App Vero
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Bild: Vero

Ein wahrer Hype

Viel Wirbel um die Social-App Vero

Die App Vero interessierte sehr lange niemanden – bis sie plötzlich zum Hype avancierte. Doch nach kurzer Euphorie stellte sich Ernüchterung ein: Ist Vero tatsächlich das „nächste Instagram“?

Der Hype kam unerwartet und überraschend, das ganze Internet sprach plötzlich von einer App namens Vero. Es handelt sich dabei um eine Kreuzung aus Instagram und Facebook: Die Nutzer können in einer Timeline ihre Urlaubsfotos posten, Gedanken veröffentlichen oder verraten, welches Buch sie gerade lesen. Die einzelnen Beiträge lassen sich einfacher als bei Facebook für bestimmte Zielgruppen freigeben, so erfahren nur „enge Bekannte“ von der Shades-of-Grey-Lektüre. Die Beiträge werden zudem automatisch in Sammlungen gebündelt; es gibt etwa eine nur mit Büchern. Das ist ein interessanter Ansatz, um Inhalte übersichtlich zu sortieren. Darüber hinaus bietet Vero all das, was ein soziales Netzwerk ausmacht: Follower, Likes, #Hashtags und Profile.

So weit, so gewöhnlich, das alles hat es bereits in unterschiedlichen Ausführungen gegeben. Das Besondere: Vero verzichtet nach eigenen Angaben auf Werbung, Datenerfassung und intransparente Sortieralgorithmen. Soll heißen, dass Vero die Beiträge einfach in chronologischer Reihenfolge untereinander darstellt. Allein das spricht viele Nutzer an, die genervt sind von optimierten, kuratierten und unterdrückten Inhalten. Vero verspricht ein authentisches Social-Media-Erlebnis.

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Ergänzungen & Berichtigungen

FOMO statt FOMA

Die Abkürzung für die berüchtigte "Fear of Missing Out" lautet natürlich FOMO – und nicht FOMA.