c't 9/2018
S. 96
Test
Notebooks mit USB-C
Aufmacherbild

Für unterwegs und daheim

13,3-Zoll-Notebooks mit USB-C-Schnittstelle

Früher war der Komfort einer Dockingstation teuren Business-Notebooks vorbehalten. Dank USB-C bekommt man denselben Komfort inzwischen auch in deutlich günstigeren Notebooks: Solche 13,3-Zöller mit Vierkern-Prozessor und SSD kosten rund 800 Euro.

Wer einmal den Komfort einer Dockingstation genossen hat, möchte ihn danach nicht mehr missen: Ein Handgriff verbindet das Notebook mit Tastatur, Maus, Monitor, Netzwerk, Netzteil und Drucker, sodass man dann wie an einem Desktop-PC arbeiten kann. Und muss man wieder los, dann trennt man die Verbindung flugs und nimmt das Notebook samt geladenem Akku mit – ganz ohne den Aufwand, ein zweites System hinsichtlich Daten und Windows-Updates auf dem aktuellen Stand halten zu müssen. Mit USB-C schickt sich seit Kurzem eine standardisierte, kompakte Schnittstelle an, die proprietären und oft auch klobigen Docking-Buchsen teurer Business-Notebooks abzulösen: USB-C überträgt neben USB- auch DisplayPort-Signale und kann zum Akku-Laden verwendet werden.

Wir haben für diesen Test die günstigsten 13,3-Zoll-Notebooks mit universeller USB-Buchse, flotter SSD und schnellem Vierkern-Prozessor gegeneinander antreten lassen: Dell Inspiron 5370, HP ProBook 430 G5, Lenovo IdeaPad 720S und Lenovo ThinkPad L380. Die Kandidaten empfehlen sich allesamt mit Gewichten zwischen 1,1 und 1,5 Kilogramm und Laufzeiten von zehn Stunden und mehr für einen mobilen Einsatz, doch sie haben auch ausreichend Power, um am heimischen Schreibtisch alle Aufgaben außer 3D-Spielen zu meistern. Passende USB-C-Docks haben wir uns für den Folgeartikel ab Seite 102 angesehen.

Dass man Dockinganschlüsse vor USB-C nur bei teuren Business-Notebooks vorgefunden hat, hängt unter anderem mit rechtlichen Vorgaben zusammen: Für dienstlich gestellte Rechner am Arbeitsplatz gilt die Bildschirmarbeitsplatzverordnung, gemäß der der Anwender den Abstand zwischen Bildschirm und Tastatur individuell einstellen können muss – was bei einem Notebook bauartbedingt nicht geht. Benötigt man dennoch ein Notebook, weil man oft unterwegs ist, dann kann der Admin die Vorgaben mit einer Dockingstation umsetzen.

Allerdings haben Firmen-Admins üblicherweise mehr Ansprüche als nur Docking: Business-Notebooks müssen sich per Fernwartung administrieren lassen; ein integriertes LTE-Modem erlaubt den Zugriff auf Server mit Firmeninterna ganz ohne die Nutzung öffentlicher und damit potenziell unsicherer WLAN-Hotspots. All diese Zutaten machten die Geräte übermäßig teuer, auch wenn man die Besonderheiten privat gar nicht nutzen kann oder will.

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