c't 1/2018
S. 164
Know-how
Festplattentechnik der Zukunft
Aufmacherbild
Bild: Rudolf A. Blaha

Auf dem Weg zur 100-TByte-Festplatte

Neue Techniken für mehr Kapazität

Mittels Helium-Füllung und Shingled Magnetic Recording haben die Festplattenhersteller die Kapazitäten in den vergangenen Jahren massiv gesteigert. Nun geht es mit HAMR, HIMR, MAMR, MSMR, TDMR und Glasscheiben weiter voran auf dem Weg zu Festplatten mit 100 TByte.

Obwohl SSDs in Desktop-PCs immer mehr Festplatten ablösen, braucht die IT-Branche weiter Festplatten – und zwar mit immer höherer Kapazität. Denn die NAND-Flash-Produzenten können in absehbarer Zeit gar nicht den Speicherbedarf decken, den die Unternehmen weltweit benötigen: 2025 soll lediglich ein Zehntel des weltweiten Speicherbedarfs mit SSDs befriedigt werden können, für den Rest kommen wohl weiterhin Festplatten zum Einsatz.

Dabei geht es weniger um Festplatten für Desktop-PCs, sondern vornehmlich um solche für den Server-Einsatz. Je mehr Kapazität diese besitzen, desto weniger Platz und Strom brauchen die Rechenzentrumsbetreiber für die benötigte Gesamtkapazität und desto weniger Energie müssen sie für die Kühlung aufwenden. Es geht dabei wohlgemerkt nicht um das NAS einer kleinen Firma mit 10 Festplatten, sondern um Installationen mit mehreren tausend Laufwerken – denn dann geht es auch bei Raummiete und Energiekosten schon um richtig viel Geld.

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