c't 1/2018
S. 172
Know-how
Internetwahlen
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Wählen per Mausklick

Sichere und geheime Wahlen übers Internet dank Kryptografie und Mathematik

Wählen übers Internet könnte die Demokratie schneller und bequemer machen. Damit dabei weder die Manipulationssicherheit noch das Wahlgeheimnis auf der Strecke bleiben, braucht man eine Menge mathematischer Tricks.

Ganze 28,6 Prozent haben ihre Stimme bei der Bundestagswahl 2017 per Brief abgegeben, so viele wie nie. Dafür beantragt man Papier, kreuzt an, kuvertiert zweimal und wirft das Ganze in einen Kasten – ein ziemlich antiquiertes Verfahren in Zeiten des Internet. E-Voting verspricht die Stimmabgabe noch einfacher und schneller zu machen. Ähnlich wie die Briefwahl könnte die Internetwahl eine zusätzliche Option zur Stimmabgabe neben dem Wahllokal sein.

Andere Länder bieten bereits Wahlen wie die zum Bundestag über das Internet an. In manchen Kantonen der Schweiz beispielsweise können die Bürger über das Internet abstimmen. Estland bietet als einziges Land in allen Regionen die Möglichkeit, in sämtlichen öffentlichen Wahlen über das Internet zu wählen.