c't 1/2018
S. 37
News
Technische Software

3DViewStation zeigt und prüft CAD-Dateien

3DViewStation kann Koordinatensysteme passend zum Objekt ausrichten und die Koordinaten bestimmter Punkte ermitteln, etwa um Abstände zu berechnen.

Mit dem Programm 3DViewStation 17.1 können Ingenieure 3D-Modelle ihrer Konstruktionen von allen Seiten betrachten, Animationen von Bewegungsabläufen verfolgen und MultiCAD-DMUs visualisieren. Das sind digitale Zwillinge (DMUs, Digital Mock-ups) von Bauteilen, deren Komponenten mit unterschiedlichen CAD-Paketen entworfen worden sind.

Jetzt kann man mit einer virtuellen Kamera durch das betrachtete Objekt fliegen. Außerdem findet die Software Anzeigeeinstellungen und Metadaten für Komponenten auch dann, wenn sie etwa in einem PLM-System verwaltet werden. Darüber hinaus haben die Entwickler den Umgang mit Koordinatensystemen erleichtert und die Rechenleistung gesteigert: 3DViewStation gibt es nun auch als Multicore-fähige 64-Bit-Anwendung. Die Software kostet 1299 Euro, variable Export-Optionen 399 Euro extra. (hps@ct.de)

Konverter für CAD-Modelle und Prozessdaten

Mit dem Direktkonverter EX 7.2 von Elysium lassen sich Dokumente von Bauteilen und Baugruppen von einem CAD-Format in ein anderes überführen. Die Anwendung funktioniert als eigenständiges Programm, beim Aufruf per Windows Explorer oder als Plug-in gängiger CAD-Systeme. Laut Hersteller optimiert die Software Inhalte passend für das Zielformat und soll damit bessere Qualität liefern als ein Austausch über herstellerunabhängige Formate wie IGES oder STEP. Außerdem sollen Begleitinformationen etwa zu Fertigungsdaten bei der Umwandlung erhalten bleiben. Laut Distributor Camtex ist der Direktkonverter durch Daimler als geeignetes Werkzeug zertifiziert, um Dateien für Digital Mock-ups, Konfigurationsprüfungen und CAE-Prozesse zu liefern. (hps@ct.de)

Microsoft GDS nutzt Azure für OPC/UA

Microsoft hat eine kommerzielle, in Azure integrierte Variante seines Global Discovery Server (GDS) samt zugehörigem Client präsentiert. Mit einem GDS können Industriebetriebe ihre vernetzten OPC/UA-Server (Open Platform Communications/Unified Architecture) und deren Kommunikationszertifikate administrieren. OPC/UA-Server dienen zur herstellerübergreifenden Koordination von Maschinen und Sensoren über den Kommunikations-Stack OPC/UA.

Mit der just als Preview erschienenen Suite Azure IoT Edge und dem GDS lassen sich autonome Geräte im Internet of Things mit Funktionen für Datenanalytik und künstliche Intelligenz ausstatten.

Für die Cloud-Anbindung von Maschinen über OPC/UA 1.04 hat Microsoft die Module OPC Proxy und OPC Publisher herausgebracht, die man als Software-Container vom Docker-Hub herunterladen kann. Den Quellcode dazu und für den generischen GDS hat das Softwarehaus auf GitHub veröffentlicht. (hps@ct.de)

Schaltungen testen mit XJTAG 3.6

Testabläufe zur Ausführung in XJRunner lassen sich mit der aktuellen Version von XJDeveloper automatisch erstellen.

Mit den Entwicklungswerkzeugen von XJTAG lassen sich elektronische Schaltungen mit Boundary Scans über die nach IEEE 1149 genormte JTAG-Schnittstelle erproben und programmieren. Für die Version 3.6 haben die Entwickler den Dialog zum Import von Bauteillisten um zusätzliche Datenfelder und Bauteilkategorien erweitert. Testabläufe kann man jetzt automatisch mit dem XJDeveloper festlegen oder auf Hochsprachenniveau mit dem Compiler XJEase programmieren. Der kennt neuerdings Arrays für Variablen vom Typ INT, STRING und FILE. Außerdem erleichtert er die Fehlersuche über den Call Stack, der Informationen zu Unterprogrammaufrufen enthält.

Inhaber eines Support-Vertrags erhalten die neuen Programme gratis. Neukunden können eine kostenlose 30-Tage-Testversion herunterladen und Lizenzpreise bei einem Vertriebspartner erfragen. (Mathias Poets/hps@ct.de)