c't 1/2018
S. 29
News
Linux

CrossOver 17: Support für MS Office 2016

Auch Microsoft Office 2016 lässt sich mit CrossOver unter Linux nutzen. Die Liste der unterstützten Anwendungen ist mittlerweile beachtlich lang.

Codeweavers hat eine neue Version seines Windows-API-Nachbaus CrossOver veröffentlicht. Version 17.0 der Software erweitert erneut die Liste der Windows-Anwendungen, die damit auch unter Linux und macOS laufen. Jetzt zählen auch Microsoft Office 2016, Quicken 2017 und das Online-Spiel „League of Legends“ dazu.

CrossOver nutzt den Code des Open-Source-Projekts Wine, das Windows-APIs für Linux und macOS nachbildet. Allerdings tragen die CrossOver-Entwickler bei Codeweavers auch selbst Code zum Wine-Projekt bei. Im Unterschied zu Wine bietet CrossOver eine eigene grafische Oberfläche, eigene Konfigurationen und mehr Komfort bei der Installation mit CrossTie.

CrossOver 17.0 korrigiert außerdem einige Fehler. Die Spiele Everquest und Everquest 2 sollen jetzt ebenso wie die Registrierung von Microsoft Office 2010 funktionieren. Verbessert wurde auch die Unterstützung von Microsoft Office 2013. Außerdem sollen viele Windows-Anwendungen auf hochauflösenden Displays besser aussehen.

Eine Datenbank auf der Codeweavers-Website listet nicht nur kompatible Anwendungen auf, sondern auch, wie gut sie laufen oder ob mit Einschränkungen zu rechnen ist. Ein Link auf der Website startet bei Bedarf die Installation eines Programms direkt mit CrossOver. Die neue Version CrossOver 17.0 für Linux und macOS ist auf der Codeweavers-Website erhältlich.

Die Software lässt sich 14 Tage lang kostenlos ohne Funktionseinschränkung testen. Daher kann man vor dem Kauf in Ruhe ausprobieren, ob die gewünschte Windows-Software damit funktioniert. Erwirbt man eine Lizenz, kann man die Testversion anschließend ohne Neuinstallation weiternutzen. Die günstigste Lizenz kostet 38 Euro; sollen auch Support und Updates dabei sein, werden mindestens 59 Euro fällig. (lmd@ct.de)

Raspbian Stretch für x86

Raspberry Pi Desktop für x86 bringt ein Tool mit, das einen Server für mehrere Raspi-Clients im Netzwerk stellen kann.

Bereits im August wurde Raspberry Pi Desktop auf Debian Stretch 9 aktualisiert. Jetzt ist auch die x86-Variante für PC und Mac auf diesen Stand gebracht worden. Das Betriebssystem für x86-Rechner entspricht fast vollständig seinem Pendant für den Raspberry Pi, allerdings fehlen einige Programme wie Mathematica. Der Desktop ist jedoch derselbe und basiert auf LXDE.

Beide Varianten des Betriebssystems enthalten daher die Änderungen des Dateimanagers PCManFM, der dem LXDE-Projekt entliehen ist. Entrümpelte Menüs und einige andere Veränderungen sollen hier ab sofort weniger Verwirrung stiften. Bei Bedarf lässt sich die vereinfachte Oberfläche in den Einstellungen aber deaktivieren.

Für den Einsatz auf Notebooks bringt die Bildschirmleiste nun ein Applet mit, das den Akkuladestand zeigt. Neu mit dabei ist PiServer, ein Programm, mit dem sich auf dem PC ein Raspbian aufsetzen lässt, das mehrere Pi-Clients im Netzwerk gemeinsam nutzen können. Die Anwendung ist zum Beispiel für Schulen gedacht. Ist am PC ein Pi Zero angeschlossen, kann dieser mithilfe eines weiteren neuen Programms dessen GPIO-Pins in Scratch- oder Python-Programmen nutzen.

Raspberry Pi Desktop ist auf der Website der Raspberry Pi Foundation als installierbares Live-Image erhältlich. (lmd@ct.de)

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