c't 1/2018
S. 28
News
Windows

Classic Shell wird Open Source

Für viele Nutzer von Windows 8.1 und 10 ist Classic Shell ein treuer Begleiter.

Die Classic Shell ist ein alternatives Startmenü für Windows, das sich am Aussehen der „klassischen“ Startmenüs von Windows XP und 7 orientiert. Der Entwickler Ivo Beltchev hat das seit acht Jahren bestehende Projekt nun aufgegeben, will die Software aber nicht sterben sehen. Daher hat er den Quellcode der aktuellsten Version unter die MIT-Lizenz gestellt und auf GitHub und Sourceforge veröffentlicht.

In einem Forumsbeitrag erklärt Beltchev die Gründe. Neben Zeitmangel nennt er den schnellen, halbjährlichen Release-Zyklus von Windows 10: Mit jeder neuen Version laufe irgendwas nicht mehr wie vorher und klassische Win32-Programmiertricks funktionierten immer schlechter. Beltchev ruft die Community auf, die Classic Shell weiterzuentwickeln; das Forum soll noch bis Ende 2018 online bleiben. (jss@ct.de)

Update-Störung in Windows 7

Anfang Dezember hat Microsoft einige Windows-7-PCs von Windows Update ausgesperrt. Windows Update meldete den Fehler 80248015, was auf ein Datumsproblem hindeutet. Microsoft vergaß wohl, ein Zertifikat zu erneuern – es lief am 3. Dezember ab. Betroffen waren offenbar nur PCs, die an „Microsoft Update“ teilnehmen, um auch Updates für Microsoft-Produkte wie Silverlight, Defender & Co. zu bekommen.

Das Entfernen des Häkchens vor „Updates für Microsoft-Produkte (…) suchen“ in den Update-Einstellungen schafft deswegen Abhilfe; manche Anwender können „Microsoft Update“ nun aber nicht wieder aktivieren, weil die Schaltflächen dafür fehlen. Ein gängiger Trick, um es trotzdem wieder zu aktivieren, ist das manuelle Herunterladen und Installieren von Microsoft Silverlight – damit das auf dem aktuellen Stand bleibt, aktiviert die Setup-Routine Microsoft Update gleich mit.

Inzwischen hat Microsoft das fragliche Zertifikat erneuert, sodass es nun bis Mitte 2025 gültig ist. (jss@ct.de)

Versionsüberblick für Insider

Im Flight Hub bekommen Insider eine Übersicht über alle Windows-Vorabversionen.

Wer viel mit Windows-Vorabversionen aus dem Betatestprogramm „Windows Insider“ hantiert, freut sich mitunter über eine Übersicht der jeweiligen aktuellen und früheren Builds in Fast Ring, Slow Ring, für Server und so weiter. Neben den einen oder anderen Webseiten von Fans gibt es nun auch von Microsoft eine solche Übersicht. Unter aka.ms/flighthub pflegt Microsoft-Manager Brandon LeBlanc eine Tabelle mit den bisherigen Release-Terminen neuer Vorabversionen. Dort finden sich auch Links zum Windows-Blog mit den jeweiligen Ankündigungen inklusive Feature- und Bug-Listen aller neuen Ausgaben. (jss@ct.de)

Windows 8.1 erreicht Support-Halbzeit

Den Zeitraum, in dem Windows-Systeme mit Updates versorgt werden, gliedert Microsoft in zwei Abschnitte. Der erste ist die rund fünfjährige Phase des „grundlegenden Supports“, in dem sich der Hersteller nicht nur Sicherheitslücken, sondern auch anderer, nicht sicherheitskritischer Probleme annimmt. Die zweite Phase schließt sich daran an, heißt „erweiterter Support“ und dauert ebenfalls rund fünf Jahre. In diesem Zeitraum garantiert Microsoft nur noch das Schließen von Sicherheitslücken.

Windows 8.1 ist nun am Ende der ersten Phase angekommen. Mit dem Patchday am 9. Januar 2018 will sich Microsoft zum letzten Mal um Probleme kümmern, die keine Auswirkungen auf die Sicherheit haben. Für Anwender ist das aber kein zwingender Grund umzusteigen: Wirklich wichtig sind nur die Sicherheits-Updates, und die garantiert Microsoft noch bis Januar 2023.

Die Halbzeit von Windows 8.1 erinnert allerdings an ein Support-Ende, das deutlich näher liegt und wohl wesentlich mehr Nutzer betreffen wird. Windows 7 ist nach wie vor die verbreitetste Windows-Version, fällt aber schon in zwei Jahren aus dem zweiten Support-Zeitraum – im Januar 2020. (jss@ct.de)

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