c't 1/2018
S. 26
News
Server & Storage

14-TByte-Festplatte mit neun Scheiben

Dank Helium-Füllung und neun Scheiben erreicht die Toshiba MG07ACA eine Kapazität von 14 TByte.

Kapazitätswachstum durch höhere Scheibenanzahl: Toshiba packt in seine Server-Festplatte MG07ACA neun Scheiben mit jeweils rund 1,5 TByte hinein, die Gesamtkapazität addiert sich damit auf 14 TByte. Dabei nutzt Toshiba konventionelle PMR-Aufzeichnung (Perpendicular Magnetic Recording). Auch HGST hat bereits eine 14-TByte-Festplatte im Angebot; die höhere Kapazität erreicht HGST jedoch nur mit platzsparender SMR-Technik – Shingled Magnetic Recording ist beim Wiederbeschreiben etwas langsamer.

Wie alle großen Festplatten ist auch die MG07ACA mit Helium gefüllt. Sie dreht mit 7200 min1, hat 256 MByte DRAM-Cache und ein Workload-Rating von 550 TByte pro Jahr. Die SATA-Festplatte ist mit 2,5 Millionen Stunden MTTF spezifiziert und mit 512e- sowie 4Kn-Sektoren erhältlich. Konkrete Angaben zur Leistungsaufnahme macht Toshiba nicht, die Platte soll jedoch – bezogen auf die Leistungsaufnahme pro TByte – 50 Prozent weniger Strom benötigen als eine luftgefüllte Platte mit 10 TByte.

Die MG07ACA soll auch mit acht Scheiben und einer Kapazität von 12 TByte erhältlich sein. Erste Muster hat Toshiba nach eigenen Angaben bereits an Pilotkunden ausgeliefert, zu Preisen und einem Termin für den allgemeinen Marktstart gibt es noch keine Informationen. (ll@ct.de)

Microsoft Azure mit AMD Epyc

Microsoft erweitert seine Azure-Cloud um eine für NoSQL-Datenbanken optimierte Version: Im Project Olympus kommen zwei AMD-Serverprozessoren Epyc 7551 mit jeweils 32 Kernen zum Einsatz. Microsoft hebt hervor, dass sie sich vor allem für Storage-intensive Anwendungen eignen sollen, da die PCIe-SSDs besonders leistungsfähig angebunden sind.

Die Server der L-Serie sind in unterschiedlichen Instanzen buchbar: L8s, L16s, L32s und L64s enthalten 8 bis 64 vCPUs, 64 bis 512 GByte RAM und 1 bis 8 NvMe-SSDs mit je 1,9 TByte. (ll@ct.de)

IBM bringt Power9-Server mit PCIe 4.0 und Tesla

IBM Power System AC922: vielfältig erweiterbar durch PCIe 4.0 und NVLink 2.0

Am 22. Dezember will IBM die ersten Server mit Power9-Prozessoren ausliefern. Das Power System AC922 bietet mit PCIe 4.0 und NVLink 2.0 vor allem hohe Transferraten für Beschleunigerkarten. Bis zu vier Nvidia Tesla V100 passen hinein und IBM stellt das Trendthema KI in den Vordergrund.

Die NVLink-2.0-Slots für die Teslas liefern fast die zehnfache Datenübertragungsrate von PCIe 3.0. IBM verspricht dadurch eine Beschleunigung um den Faktor 3,8 beim hauseigenen Benchmark zum Trainieren neuronaler Netze. Für Erweiterungen gibt es außerdem vier PCIe-4.0-Slots, drei davon sind „CAPI enabled“.

Die zwei Power9-Prozessoren enthalten jeweils entweder 16 Kerne mit 2,6 GHz Taktfrequenz oder 20 mit 2 GHz. Sie binden in je acht Fassungen bis zu 1 TByte DDR4-SDRAM an (16 × 64 GByte). Für Massenspeicher stehen zwei Einschübe im Small-Form-Factor bereit. Optional bestückt IBM die Server mit PCIe-3.0-Adaptern Connect-X für EDR-InfiniBand (100 GBit/s) und 100-GBit-Converged-Ethernet, die Mellanox im Rahmen der OpenPOWER-Initiative beisteuert. Zunächst wird das Power System AC922 ausschließlich mit Red Hat Enterprise Linux (RHEL) in Version 7.4 ausgeliefert. (ll@ct.de)

Toshiba & Western Digital legen Streit bei

Der monatelange Streit zwischen Toshiba und Flash-Kooperationspartner Western Digital ist beigelegt, die laufenden Verfahren werden eingestellt. Die Einigung sieht vor, dass WD sich nicht mehr gegen den Verkauf von Toshibas Anteilen am Gemeinschaftsunternehmen an die Investorengruppe K.K.Pangea sträubt; die Unternehmen haben zudem einen gegenseitigen Schutz ihrer Vermögenswerte und der vertraulichen Informationen vereinbart – WD hatte vor allem wegen der Beteiligung von Seagate und SK Hynix Bedenken gegen den Verkauf. Western Digital beteiligt sich zudem am Aufbau einer weiteren Flash-Fabrik; diese wollte Toshiba ursprünglich allein betreiben. (ll@ct.de)

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