c't 10/2018
S. 142
Praxis
Nextcloud ins NAS
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NAS mit Wolke

Nextcloud als Docker-Instanz im NAS einrichten

Die eigene Cloud macht unabhängig von Dienstleistern, denen man keine heiklen Daten anvertrauen mag. Als Nextcloud-Instanz in einem Docker-fähigen NAS bleiben die Daten sogar physisch innerhalb der eigenen vier Wände. Das einzurichten ist weniger kompliziert, als es klingt.

Wer einen für Docker geeigneten Netzwerkspeicher (NAS) besitzt, der muss nur ein wenig Zeit investieren, um ihn zum eigenen Cloud-Server für Familie, WG oder Kleinfirma aufzuwerten. Der Nextcloud-Dienst zum Synchronisieren von Dateien, Terminen und Kontakten wird mit einer (Dyn)DNS-Domain und Portfreigaben im Router auch von unterwegs aus nutzbar.

Wie das konkret geht, zeigen wir am Beispiel des Synology-NAS DiskStation DS218+ mit Firmware 6.1.6. Das Vorgehen gilt prinzipiell genauso – wenn auch mit Unterschieden in Details – für andere Geräte seiner Klasse [1].

Für diese Anleitung gehen wir davon aus, dass das NAS eingerichtet und aus dem Internet über einen DynDNS-Namen oder einen eigenen Domainnamen erreichbar ist. Die meisten Schritte können Sie mit dem Admin-Zugang über den Browser erledigen. Dabei verwenden wir die Menünamen der Systemsteuerung aus Synologys NAS-Betriebssystem DSM. Nur zwischendrin und zum Schluss sind zwei kurze einmalige Ausflüge auf die Kommandozeile nötig.

Eingehende Docker-Kenntnisse brauchen Sie nicht, die wichtigsten Grundlagen erklären wir en passant in Kürze. Häufige Fragen rund um Docker beantwortet der Artikel auf Seite 160 in diesem Heft.

Der erste Schritt ist, die Docker-Erweiterung aus Synologys Paketzentrum zu installieren. Anschließend erstellen Sie drei Container: eine SQL-Datenbank als Grundlage, die aktuelle Nextcloud-Version und das Docker-Tool Watchtower zum automatischen Updaten der Container.

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