c't 10/2018
S. 110
Test
AMD Ryzen 2000
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Ryzen 1.5

AMD Ryzen 2000 mit höherem Takt und kleinen Verbesserungen

Rund ein Jahr nach dem Ryzen-Paukenschlag bringt AMD neue Versionen der Acht- und Sechskerner. Sie sollen mit höheren Taktfrequenzen und einigen Optimierungen Intels Core i7-8000 und Core i5-8000 in Schach halten.

Mit den Ryzen-Prozessoren hat sich AMD 2017 zurück in den PC-Markt katapultiert: Die starken Achtkerner überholen Intels ähnlich teure Core-i-Typen bei Software, die viele Kerne nutzt. Und bei Singlethreading-Programmen sind die Ryzens nur so wenig langsamer, dass es im Alltag keine Rolle spielt. Die neue Ryzen-2000-Generation mit überarbeiteter „Zen+“-Technik soll den Erfolg nun fortsetzen.

Vier neue Ryzens schickt AMD ins Rennen, zwei Acht- und zwei Sechskerner. Neue Vierkerner gibt es bereits, nämlich Ryzen 5 2400G und Ryzen 3 2200G, im Unterschied zu den jetzt kommenden Neulingen jeweils mit eingebautem Grafikprozessor. Alle diese Ryzen-2000-Typen laufen auf Mainboards mit der Fassung AM4 und den AMD-Chipsätzen A320, B350 und X370. Neu hinzu kommt der X470, der allerdings nur wenige Verbesserungen verspricht – darunter StoreMI, eine Art SSD-Caching-Software.

Der Chipsatz AMD X470, der auch auf dem Asus ROG Crosshair VII Hero sitzt, bringt nur kleine Verbesserungen im Vergleich zum X370.

Die neuen Ryzens laufen auch auf bereits vorhandenen Boards und die alten Ryzens auch auf neuen Boards. Das ist zwar nur für wenige Käufer interessant, aber sympathischer als Intels Produktpolitik: Die aktuellen Core-i-8000-Chips kooperieren nämlich nicht mit älteren LGA1151-Mainboards. AMD hingegen verleiht sogar Prozessoren (Boot Kit) an Käufer älterer Mainboards, deren BIOS noch nicht mit den neuen Ryzen-2000-Typen starten kann.

Nur zur Klarstellung vorab: Ein neuer Ryzen Threadripper für TR4-Mainboards soll ebenfalls kommen, aber erst im zweiten Halbjahr. AMD poliert erst einmal die viel weiter verbreiteten AM4-Typen auf.

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