c't 11/2018
S. 128
Praxis
Kontrastkorrektur
Aufmacherbild

Ein Schuss Drama

Gezielte Kontrastkorrektur in Photoshop und Lightroom

Unbearbeitete Fotos wirken oft flau. Die leblose Digitaltechnik sieht die Dinge eben nüchtern und emotionslos. Bilder brauchen Drama! Einfach am Kontrastregler zu ziehen ist aber selten des Rätsels Lösung.

Nach einer Hunderttausende von Jahren währenden Rosskur mit Säbelzahntigern im hohen Gras bei schlechtem Licht hat sich das menschliche Gehirn angewöhnt, starke Kontraste zu bevorzugen. Digitalkameras hingegen haben ein lineares Ansprechverhalten, das fade bis langweilige Helligkeitsunterschiede produziert.

Kameras unterziehen JPEG-Fotos daher zwar automatisch einer Kontrastkorrektur, der Raw-Modus fühlt sich aber dem pursten Purismus verpflichtet und verbittet sich jede Anpassung. Früher halfen der Film und die Gradation des Fotopapiers dem Kontrast auf die Sprünge; heute müssen Bildbearbeitung und Raw-Entwickler ran.

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