c't 11/2018
S. 86
Test
Outdoor-Smartphones
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Stabil auf Chinesisch

Robuste Android-Smartphones mit High-End-Ausstattung

Für schmale 200 Euro gibt es aus China bereits robuste Outdoor-Smartphones mit moderner Ausstattung wie 18:9-Display, Doppelkamera, 6 GByte RAM und 128 GByte Speicher. Vergleichbares gibt es anderswo nicht mal für deutlich mehr Geld und gute Worte. Alles nur schöner Schein oder lohnt der Import der harten Kerle?

Der Frühling ist dann irgendwann doch da und auch der ausdauerndste Stubenhocker hält es nicht mehr aus im Haus. Egal ob im Wald, auf dem Fahrrad oder am Badesee, das Smartphone muss auf alle Fälle mit, schließlich gibt es allerlei nützliche Apps für unterwegs. Blöd nur, dass dort überall Gefahren lauern, die herkömmlichen Geräten schnell den Garaus machen können.

Outdoor-Smartphones überleben Wasserpfützen und Sandstrände ebenso wie Stürze. Wenn man sie nicht gerade von der Klippe schmeißt, arbeiten sie auch unter schweren Bedingungen klaglos weiter. Wir haben drei Modelle getestet, die auf dem Papier mehr Performance versprechen als die meisten anderen robusten Smartphones. Die beiden Doogee S50 und S60 und das Blackview BV9000 Pro-F bringen einen schnelleren Prozessor, Fingerabdruckscanner und teilweise Doppelkameras mit, aber auch besonders viel Speicher. Mit 6 GByte RAM und bis zu 128 GByte Flash-Speicher plus Unterstützung für MicroSDXC-Karten, die sich dazu noch als interner Speicher formatieren lassen, geht der Platz nicht aus.

Daten übertragen die drei Geräte über LTE mit maximal 300 MBit/s. Unterstützt werden die drei in Deutschland verbreiteten LTE-Bänder 3, 7 und 20, ebenso das immer häufiger genutzte Band 8 (LTE900). Für China-Geräte ohnehin Usus ist die Unterstützung für zwei SIM-Karten, die im Modus Dual-SIM-Standby arbeiten, also nicht parallel, aber automatisch abwechselnd das Funkmodul nutzen können.

Kauft man die Geräte mit Versand aus Deutschland, sind 300 bis 360 Euro fällig. Deutlich billiger als das Cat S60 beispielsweise, das für 470 Euro bisher das beste Outdoor-Paket abliefert, aber mit seiner Wärmebildkamera eher Profi-Nutzer anspricht.

Wer direkt in China bestellt, bekommt das Doogee S50 sogar schon ab 190 Euro. Dazu kommen allerdings noch Einfuhrumsatzsteuer und die Versandkosten. CE-Zeichen klebten auf allen Packungen, sodass sich der Zoll deswegen nicht querstellen sollte. Doch mindestens auf die gesetzliche Gewährleistung muss man beim Bestellen in China verzichten und eine Rücksendung ist teuer.

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Bei Doogee S60 muss man die Rückplatte per Schraubenzieher lösen, um an SIM-Karten und MicroSD-Slot zu kommen.