c't 12/2018
S. 180
Spielekritik
Rollenspiel
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Götter der Karibik

Pillars of Eternity 2 lockt mit klassischen Rollenspieltugenden

Rollenspiel-Fans der alten Schule sind entzückt über die lebendige Spielwelt und die spannende Story, deren epische Texte selbst Tolkien neidisch machen würden.

Ein zünftiges Rollenspiel erfordert Geduld und Spucke. Statt auf pausenlose Action mit 3D-Kämpfen setzt Entwickler Obsidian Entertainment lieber auf detaillierte Textbeschreibungen, um die Spielwelt von Pillars of Eternity 2 mit Leben zu füllen. Der Nachfolger knüpft nahtlos an den Vorgänger von 2015 an. Spieler dürfen sogar alte Speicherstände für ihre Heldentruppe verwenden.

Zu Beginn des Abenteuers lebt der Held des ersten Teils glücklich und zufrieden auf seiner Burg. Doch die Ruhe ist nur von kurzer Dauer, denn auf einmal erscheint ein riesiger, abtrünniger Gott und trampelt alles nieder. Nach einer kurzen Odyssee findet sich der Held auf einer karibischen Insel wieder, trifft alte Bekannte und nimmt es erneut mit der bösen Götterwelt auf. Und das ist nur ein Teil seines Problems, denn in diesem Archipel des Todes lauern tausend Gefahren.

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