c't 12/2018
S. 110
Test
Schließsysteme der Zukunft: Smarte Türschlösser
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Appschließbar

Türschlösser mit smarten Funktionen

Smarte Türschlösser bringen Komfort ins Smarthome. Doch viele Nutzer scheuen bislang den Einbau, der ist aber leichter als vermutet.

Es gießt aus Kübeln, unter jedem Arm klemmt eine Einkaufstüte. Jetzt irgendwie schnell den Schlüssel aus der Tasche pfriemeln und rein ins Haus, bevor die Tüten aufweichen und sich der Einkauf auf dem Boden verteilt. Wer solche Situationen vermeiden will, ist ein Kandidat für smarte Türschlösser.

Per Fingertipp auf das Smartphone oder sogar ganz automatisch schließen sie die Tür auf und verriegeln hinterher wieder selbstständig. Hierfür sind sie per Bluetooth mit dem Smartphone gekoppelt und haben meistens Motoren, die auf der Innenseite der Haus- oder Wohnungstür den Schließzylinder drehen. Im Vergleich zu normalen Schlössern bieten Smartlocks einige Vorteile: Man braucht keinen Schlüsselbund mehr und verlorene Schlüssel sind damit passé. Zudem stellen Smartlocks zum Nulltarif virtuelle „Zweitschlüssel“ für jedes Familienmitglied bereit. Haushaltshilfen, Verwandte oder Nachbarn lassen sie nur zu gewünschten Zeiten hinein.

Wir haben uns fünf Smartlocks angeschaut, die sich in wenigen Minuten in jeder gängigen Tür installieren lassen. Dazu zählen das elektromechanische Schloss secuEntry easy von Burg Wächter, das Motorschloss Yale Entr, hinter dem mit Assa Abloy ebenfalls ein namhaftes Schließtechnikunternehmen steht, sowie die Motorschlösser eQ-3 Eqiva, Danalock V3 und Nuki.

Alle lassen sich nicht nur per App öffnen, sondern auch weiterhin mit normalen Schlüsseln. Zusätzlich gibt es für fast alle Testgeräte kleine Handsender und für die Schlösser von Burg Wächter und Yale auch PIN-Pads oder Fingerabdruckleser.

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