c't 13/2018
S. 172
Praxis
Desinfec't: Windows helfen
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Windows aufhelfen

Desinfec’t hilft bei Windows-Problemen

Wenn Windows brachliegt, kann unser Linux-basiertes Notfallsystem helfen – egal, ob nun gerade kein anderes Werkzeug zur Hand ist oder Sie sich auf der Unix-Kommandozeile wohler fühlen. Dieser Artikel lotet die Möglichkeiten aus.

Bei Schädlingsverdacht ist es immer eine gute Idee, ein neutrales Werkzeug von einem Wechseldatenträger zu starten und das vermeintlich verseuchte System zu untersuchen. Nur das liefert unabhängige Ergebnisse. Unser Desinfec’t, das der vorangegangenen Ausgabe beilag, ist genau dafür gemacht: Sie können es aber ebenso gut dafür verwenden, eine aus anderen Ursachen vergurkte Windows-Installation zu reparieren oder ihr nur auf den Zahn zu fühlen, etwa sonst nicht zugängliche Dateien zu inspizieren.

Zum Kasten: Desinfec’t Updates

In der vorherigen c’t stand, wie Sie Desinfec’t auf einen USB-Stick bannen und benutzen. Das Folgende baut darauf auf und geht davon aus, dass Sie einen solchen Stick erfolgreich an einem Windows-PC starten konnten. Um überhaupt auf ein auf dem PC installiertes Windows und seine Laufwerke zunächst lesend zugreifen zu können, sollten Sie auf dem Desinfec’t-Desktop „Alle Windows-Laufwerke nur-lesbar einblenden“ doppelt anklicken.

Anschließend können Sie sich im Dateimanager (Desinfec’ts Explorer) gefahrlos umsehen, den Sie über das Ordnersymbol in der Taskleiste erreichen. Die Windows-Laufwerke finden Sie in der Seitenleiste des Dateimanagers links unten. Sie tauchen dort namentlich auf, oft aber mit kryptischer Bezeichnung. Achtung: Wenn Sie direkt eine solche Bezeichnung anklicken, hängt Desinfec’t das Laufwerk beschreibbar ein.

Wenn Sie sich im Dateibaum eines Windows-Systemlaufwerks umsehen, fällt auf, dass die Ordner englische Namen tragen; der Windows-Explorer zeigt normalerweise deutsche Bezeichnungen. Anders als unter Windows ist auch: Sie können sich frei in allen Verzeichnissen bewegen. Desinfec’t schert sich nicht um die Zugriffsrechte, beachtet also die ACLs nicht. Sollten Sie bisher geglaubt haben, dass Zugriffsrechte für Dateien neugierigen Zeitgenossen den Zugriff verwehren, werden Sie hier eines Besseren belehrt.

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