c't 14/2018
S. 186
Buchkritik
Social Media

Fluchtwege aus der Verfacebookung

Ben Springer und Kurosch Yazdi liefern Gewohnheitsnutzern von Facebook, deren Leben von dieser Form der Kommunikation beherrscht wird, unbekümmert unausgewogene Ausstiegshilfen.

Auf Zuckerbergs Plattform tummeln sich ungeachtet aller Datenschutzpannen und Cybermobbing-Fälle noch immer rund zwei Milliarden Menschen weltweit. Unbehagen wächst jedoch nicht nur bei Sozialwissenschaftlern, Pädagogen und Eltern junger Facebook-Intensivnutzer: Nachdem bekannt wurde, dass Cambridge Analytica massenhaft Facebook-Daten zu Manipulationszwecken missbraucht hatte, begannen viele Nutzer erstmals ernsthaft über ein Leben ohne Facebook nachzudenken. Der ehemalige Werber Springer und der Psychotherapeut Yazdi wollen vorwiegend jungen Ausstiegswilligen mit ihrem „Aufhörbuch“ Hilfestellung geben. Dabei orientieren sie sich an Betrachtungs- und Lesegewohnheiten der Klick-und-wisch-Zielgruppe. Mit wenig Text in großer Schrift, vielen Illustrationen und plakativen Botschaften zeigen sie, wie man sich selbst und andere von Facebook lösen kann.

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