c't 14/2018
S. 184
Spielekritik
Action-Adventure
Aufmacherbild

Mörderischer Mediziner

Vampyr schickt den Tod ins düstere London

Als Vampirdoktor muss sich der Spieler im Jahr 1918 entscheiden: Will er die Bevölkerung aussaugen oder sie von der Spanischen Grippe heilen?

Bei Brecht heißt es: „Erst kommt das Fressen, dann kommt die Moral.“ Im düsteren Action-Adventure „Vampyr“ gilt das nicht nur für Menschen, sondern auch für Blutsauger. Der Spieler steuert Dr. Jonathan Reid, einen Arzt, der just in einen Vampir verwandelt wurde und nun Forscher, Detektiv und Monster zugleich ist. Er muss sich entscheiden: Will er seinen Blutdurst an Unschuldigen stillen oder das vom Untergang bedrohte London retten?

Als Dr. Reid erkundet man die vier verwinkelten Bezirke der Stadt relativ frei. Knotenpunkt ist das Pembrook Hospital, in dem Reid für den geheimnisvollen Dr. Swansea arbeitet. Unversehens gerät er in einen Krieg zwischen Vampiren und Monsterjägern, während in den schummrigen Gassen die Spanische Grippe tobt.

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