c't 14/2018
S. 78
Wissen
Fahrassistenzsysteme
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Bild: Albert Hulm

Personenschützer

Konzepte zum Schutz schwächerer Verkehrsteilnehmer

2016 starben 883 Fußgänger und Radfahrer in Deutschland bei Unfällen im Straßenverkehr. Assistenzsysteme und autonome Fahrzeuge sollen solche Unfälle vermeiden. Doch die Kollision eines hochautomatisierten Testfahrzeugs mit einer Fußgängerin lässt Zweifel aufkommen.

Vor den Augen der Mutter wurde Mitte April in Hannover ein 11-jähriger Junge von einem Lkw erfasst und starb am Unfallort. Er war auf dem Radweg unterwegs, die Mutter hinter ihm, um ihn im Blick zu behalten. Auf einer Kreuzung geriet er vermutlich in den toten Winkel des Lkw-Fahrers, der rechts abbog und ihn mit dem rechten Vorderreifen überfuhr.

Noch sind nicht alle Lastkraftwagen mit Notbremssystemen ausgestattet, die solche Unfälle verhindern könnten. Doch das soll sich bald ändern: Der Bundesrat berät derzeit über verbindliche Regeln bei Abbiege- und Notbremsassistenten für Lkws sowie die Einführung von Abstandswarnern. Solche Notbremssysteme könnten eine Vollbremsung auslösen, sobald Objekte im Fahrweg auftauchen. Zuvor warnen sie den Fahrer mit optischen, akustischen und haptischen Signalen.

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Sensorstationen wie hier am Bonner Hauptbahnhof sollen im Ulmer Forschungsprojekt künftig auch eine Kreuzung überwachen. Die „intelligente“ Infrastruktur soll Verkehrsteilnehmer warnen oder schon bei teilautomatisierten Fahrzeugen eine Notbremsung einleiten.