c't 16/2018
S. 35
News
Magnetstrukturen, Ultraschallsensor

Bits der Zukunftsspeicher

Zwei „magnetic bobbers“ vor einer Reihe von Skyrmionen, so könnte Informationsspeicherung im Nanometerbereich zukünftig aussehen. Bild: Forschungszentrum Jülich, N. Kiselev

Neben sogenannten Skyrmionen, magnetischen Wirbeln mit einem Durchmesser von nur einigen zehn Nanometern, haben Wissenschaftler am Forschungszentrum Jülich nun eine weitere Klasse magnetischer Objekte in Festkörpern nachgewiesen. Das lässt sie von neuartigen hochkompakten Datenspeichern der Zukunft träumen. Die partikelähnlichen Magnetstrukturen sind an der Oberfläche einiger Legierungen beobachtet worden. Ebenso wie Skyrmionen weisen auch die neuen Objekte eine Chiralität auf, das heißt, sie existieren ähnlich wie gespiegelte Objekte in zwei Versionen, die nicht ineinander überführt werden können. So sind die neuen Objekte „chiral magnetic bobbers“ getauft worden. Die chiralen Strukturen bieten hohe Stabilität, selbst auf engem Raum.

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Echoortung fürs Auto

Der 3D-Ultraschallsensor im kleinen Gehäuse ermittelt 3D-Punktewolken in einem 4-Meter-Umfeld. Bild: Toposens

Ein kleiner 3D-Ultraschallsensor soll in Zukunft Autos und Robotern einen einfachen Zugang zur Echoortung im Nahbereich eröffnen. Die erste Version TS Alpha des Münchner Start-ups Toposens hat Außenmaße von 60 × 30 × 12 Millimeter und wiegt etwa 20 Gramm. Das Bauteil umfasst einen Ultraschallsender und kann in einem Winkel bis zu 180° etwa 4 Meter abdecken. Aus der Echoortung zu diesem Gebiet generiert der Sensor eine 3D-Punktewolke bei einer Bildrate von 30 Hertz. „Die eigentliche Innovation steckt in der Intelligenz im Sensor“, sagt Felix Kaiser von Toposens gegenüber c’t. Die Entwickler mussten erst lernen, Dynamik und Charakteristik der Echomuster für die Objektkategorisierung zu nutzen.

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Das kameraunterstützte Debugging Kit erlaubt den Vergleich der Echoortung mit optischen Daten. Quelle: Bild: Toposens