c't 2/2018
S. 162
Know-how
Android-Programmierung
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Bild: Albert Hulm

Android, wechsele dich

Android-Apps in mehreren Varianten erzeugen

Gradle, das Build-System von Android Studio, erleichtert das Einbinden von Bibliotheken. Weniger bekannt ist, dass man damit auch mehrere Versionen einer App erzeugen kann, um sie so mit geringem Aufwand an verschiedene Anforderungen anzupassen. Der klassische Anwendungsfall dafür ist, mit seiner App in mehreren Stores vertreten zu sein oder auch eine Lite- und eine Vollversion anzubieten.

Wer seine Android-App nur im Google Play Store anbietet, verliert je nach Marktforschungsunternehmen und Laune des Befragenden bis zu 50 Prozent der potenziellen Nutzer. In manchen Regionen – allen voran China – ist es beinahe verpflichtend, auch in weiteren Stores als nur den „Big Two“ Google Play und Amazon Store verfügbar zu sein. Die dazu nötigen unterschiedlichen Varianten einer App manuell zu pflegen ist besonders für Hobbyentwickler eine aufwendige Aufgabe, aber auch Unternehmen haben nicht endlos Ressourcen dafür übrig.

Abhilfe schafft das in die Entwicklungsumgebung Android Studio eingebaute Build-System Gradle. Es bildet die gewünschten Varianten als Flavor ab – Geschmacksrichtungen, wörtlich übersetzt – und erzeugt daraus die gewünschten App-Versionen inklusive Debug- und Release-Konfigurationen sowie Testprojekten.

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