c't 2/2018
S. 54
Vorsicht, Kunde
Reklamations-Marathon
Aufmacherbild

Gestörte Kommunikation

Knapp drei Monate Service-Odyssee

Zickt ein online gekauftes Gerät herum, kann das zu einer Service-Odyssee führen. Ist man dann als Kunde nicht auf Zack, zieht sich so etwas auch schon mal über Monate hin.

Mitte Mai war Sabine J. auf der Suche nach einem neuen Notebook. Ihr altes, noch mit Windows 95 laufendes Modell zeigte schließlich bereits erst Ermüdungserscheinungen. Da wollte die Berlinerin ein Ersatzgerät zur Hand haben, falls der alte Laptop die Grätsche macht. Ein passendes Angebot fand sie in Form eines Modells HP 255 G5 mit AMD Quad-Core-Prozessor und mattem 15,9"-Display im 16:9-Format. Das gute Stück sollte inklusive Windows 7 geliefert werden und war bei eBay als Neugerät für 319,90 Euro zu haben. Angeboten wurde es von Jens Junck, der bei eBay mit seinem Unternehmen „Notebook-Profis“ unter dem Verkäufernamen „pc-spezi24“ aktiv ist.

Kurzerhand kaufte Sabine J. das Gerät und nahm es am 17. Mai 2017 in Empfang. Dann blieb das Notebook erst einmal in der ungeöffneten Originalverpackung. Erst am 31. August, als das alte Notebook endgültig nicht mehr zu benutzen war, nahm sie das neue Gerät zusammen mit einem Freund in Betrieb. Doch viel Spaß hatte sie mit dem HP 255 nicht: Bereits bei der längst fälligen Aktualisierung des Betriebssystems stürzte das Notebook mehrfach ab. Das Update der automatisch heruntergeladenen Grafikkartentreiber dauerte gut eine Stunde und endete mit einem weiteren Absturz. Auch der Lüfter des Notebooks lärmte auffällig oft vor sich hin. Teilweise dauerte es nach dem Herunterfahren fast 10 Minuten, bis sich der Lüfter abschaltete.

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