c't 20/2018
S. 184
Buchkritik
Entwicklung

Scheitern im Eigenbau

Ob Hard- oder Software: Jedes Produkt enthält vorgefertigte Komponenten. Dass man sich als Entwickler nicht dafür schämen muss, auf die Vorarbeit anderer angewiesen zu sein, zeigt die Geschichte eines Engländers, der einen Toaster baute.

Softwareentwickler kennen den Reflex: Bevor man sich die ellenlange Doku einer fertigen Bibliothek ansieht, kann man jedes Problem bestimmt auch schnell selbst lösen. Doch wohin es führt, gänzlich auf Komponenten zu verzichten, die andere hergestellt haben, zeigt „The Toaster Project“ eindrucksvoll. Der Engländer Thomas Thwaites beschreibt darin, wie er ein einfaches elektrisches Gerät von Grund auf selbst baut: einen simplen Toaster. Maker, Hardware- und Softwareentwickler lernen aus dieser Dokumentation des Scheiterns gleichermaßen: Man kann alles irgendwie selbst bauen – davon wird das Ergebnis aber nicht zwangsläufig besser. Ein unterhaltsames Plädoyer für Arbeitsteilung und vorgefertige Komponenten.

Kommentieren