c't 21/2018
S. 80
Praxis
Fritzbox: Monitoring
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Router-Watching

Fritzbox-Aktivität: Langzeitbeobachtung mit Munin

Fritzboxen führen im Web-Interface viele Betriebsdaten auf – zum Beispiel die Auslastung der Internet-Leitung oder der WLAN-Basisstation. Speist man damit eine Monitoring-Software, gelingen Fehlersuchen oder auch Bedarfsanalysen leichter. Als Sammelstation genügt schon ein Raspi.

Die Fritzbox gehört zu den redseligen Routern: Sie zeigt übersichtlich, was gerade im WLAN läuft oder wie viele Daten sie im aktuellen Monat übertragen hat. Nach einem Neustart hat sie ihren internen Datenbasar zwar leergefegt, aber wenn man ihn kontinuierlich per TR-064-Protokoll ausliest und auf einem PC sicher verwahrt, kann man die Daten mit Monitoring-Programmen zu Diagrammen aufbereiten [1].

In diesem Beitrag geht es um die Monitoring-Suite Munin. Deren Hauptqualität liegt in der Langzeiterfassung von Betriebsparametern. Munin ist für Linux, FreeBSD und macOS erhältlich und lässt sich ebenfalls mittels Plug-ins für die Abfrage zahlreicher Geräte nachrüsten. Plug-ins für die Fritzbox haben mehrere Autoren geschrieben. Eine interessante Sammlung zum Auslesen von gleich acht verschiedenen Betriebswerten stammt von Christian Stade-Schuldt, einem Berliner Daten-Spezialisten. Er hat sie unter dem Namen „Fritzbox-Munin“ veröffentlicht und kürzlich für FritzOS 7 angepasst (siehe ct.de/yjpb). Sie gründet auf dem von Klaus Bremer entwickelten Python-Modul Fritzconnection, das mit Fritzboxen per TR-064-Protokoll spricht.

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