c't 21/2018
S. 134
Hintergrund
Raytracing
Aufmacherbild
Bild: Microsoft/Epic

Das Raytracing-Comeback

Raytracing für Spiele und mehr mit DirectX und Nvidias neuen Grafikchips

Raytracing gilt als heiliger Gral der Echtzeit-Computergrafik und beschert auch vielen Kinofilmen ihre Spezialeffekte. Nun soll die Strahlverfolgung via DirectX Raytracing und Nvidias Geforce RTX auch PC-Spiele verschönern.

Microsoft lieferte im Frühjahr mit der DirectX-Erweiterung DXR (DirectX Raytracing) die Grundlage. Nvidias neue Turing-Architektur sieht spezielle Schaltkreise vor, um Raytracing zu beschleunigen und vermischt die Technik dabei zum Teil mit KI-Berechnungen. Auf die damit ausgestattete Grafikkarte Geforce RTX 2080 werfen wir auf Seite 38 einen ersten Blick.

Raytracing verspricht realistische Beleuchtung auch für extrem komplexe 3D-Szenerien, dazu einen physikalisch korrekten Schattenwurf aller Objekte und pixelgenaue Reflexionen. Das Ganze kommt ohne typische Rastergrafik-Artefakte wie Schattenakne, unpassenden Lichteinfall oder Spiegelungen, in denen die Hälfte fehlt. Das erfordert enorme Rechenleistung. Bislang ist das Verfahren daher als Offline-Renderverfahren für fotorealistische Bilder etwa in der Automobilwerbung, bei Spezialeffekten für Kinofilme wie The Avengers: Infinity War oder gar zur kompletten Berechnung von Filmen wie Cars oder Wall-E gebräuchlich.

Kommentieren