c't 22/2018
S. 92
Hintergrund
Nvidia Turing-Architektur
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Bild: Nvidia

Turing Complete

Nvidias Turing-GPUs haben mehr zu bieten als nur Raytracing und KI

Nvidias RTX 2080 nutzt ihre Schaltkreise so effizient, dass sie es mit der GTX 1080 Ti, dem Gaming-Topmodell der Vorgängergeneration, aufnehmen kann.

Nvidia ist bei den High-End-Grafikkarten derzeit konkurrenzlos, AMDs RX Vega rechnet auf dem Niveau der GTX 1080, seltener auf dem der schnelleren GTX 1080 Ti, und konkurriert daher nur mit den zwei Jahre alten Vorgängern der neuen Turing-GPUs. Möglicherweise deshalb hat Nvidia sich bei den neuen Geforce-Karten gerade jetzt dafür entschieden, teure Siliziumfläche in neue Techniken zu investieren: Raytracing und künstliche Intelligenz. Beide bringen im Hauptanwendungsgebiet der Geforce-Karten, nämlich in Spielen, bisher kaum Vorteile und wären in einem harten Konkurrenzkampf nur ein Klotz am Bein.

Damit die Chips sich auch bei normalen Aufgaben von ihren Vorgängern absetzen können, haben sie von Nvidia zusätzliche Shader-Multiprozessoren (SMs) mit auf den Weg bekommen. Aber nicht nur das, auch an der Effizienz haben die Ingenieure gefeilt. Innerhalb der GPU haben sie den Aufbau der Shader-Multiprozessoren (SMs) verändert und deren Versorgung mit Daten verbessert. Und auch extern gibt es mit GDDR6-Speicher brandneue Technik.

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