c't 23/2018
S. 140
Praxis
UEFI & Linux: Störungsfrei installieren
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Im Einklang

Stolperfallen bei der Linux-Installation auf UEFI-PCs vermeiden

UEFI durchdringt die PC-Welt immer stärker und wird dadurch schwerer zu meiden. Das ist nicht weiter schlimm für Linux-Anwender, denn das freie Betriebssystem kommt mit der Technik mittlerweile gut klar. Stolperfallen gibt es dennoch. Unsere Tipps ersparen Ihnen die meisten.

UEFI hat einen miserablen Ruf in der Open-Source-Szene, obwohl es viele Vorteile für Linuxer hat. Zwei davon: kinderleichte BIOS-Updates und eine deutlich robustere Parallelinstallation mehrerer Betriebssysteme. Manch alter Hase mag da nur abwinken und spöttisch lachen. Über kurz oder lang müssen sich aber auch die mit dem moderneren Startprozedere beschäftigen, schließlich booten neue PCs ihr Betriebssystem mittlerweile fast immer über UEFI-Mechanismen. Noch können die meisten UEFI-BIOSe ein Betriebssystem zwar wie klassische BIOSe starten – der Abgesang auf das dafür zuständige CSM (Compatibility Support Module) hat aber bereits begonnen. Außerdem lassen sich mehr und mehr Hardwarefunktionen nur noch nutzen, wenn das BIOS das Betriebssystem mittels UEFI startet.

Ohnehin ist UEFI mittlerweile meist das bessere Bootverfahren, denn die Linux- und Firmware-Entwickler haben viele Probleme beseitigt, die in den Anfangstagen auftraten. Solange Sie das CSM meiden, müssen Sie sich um UEFI auch gar nicht groß kümmern. Auch nicht bei der Parallelinstallation mehrerer Betriebssysteme, die der Artikel auf Seite 150 beschreibt. Viele Grundlagen zu UEFI bleiben hier indes außen vor, denn die haben zwei Texte in der vorangegangenen c’t erläutert [1, 2].

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Bei Ubuntu kann man während der Installation einen Prozess initiieren, um die Einschränkungen von Secure Boot loszuwerden. Das ist etwa nötig, um selbst kompilierte Kernel oder Nvidias proprietäre Grafiktreiber einzusetzen.