c't 23/2018
S. 84
Test
Dropbox-Alternativen: Eigener Server
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Unter eigener Regie

Eigener Server statt Cloud-Speicher

Den eigenen „Dropbox-Server“ betreiben klingt kompliziert – muss es aber nicht sein. Die vorgestellten Lösungen reichen von ganz einfach bis sehr komplex und sind auch nutzbar, wenn man mit Linux nichts am Hut hat, sondern Windows will.

Wer seine Daten keinem Cloud-Anbieter anvertrauen will, verwendet einen eigenen Server. Sagt sich leicht, ist aber nur unscharf definiert und nichts für blutige Anfänger: Wenn der eigene Server nämlich zu Hause hinter einem Router steht, kommt das Smartphone unterwegs nicht heran. Hat man den Server bei einem Hoster eigens angemietet, muss man damit rechnen, dass der Nachmieter noch Daten vorfindet. Läuft die eigene Cloud auf einem Web-Hosting-Paket, was durchaus möglich ist, hat es ein unfreundlicher Nachbar arg leicht, über den Zaun zu langen.

Der eigenverantwortliche Betrieb eines eigenen Cloud-Speichers will deshalb wohl überlegt sein: Sie können todsicher damit rechnen, dass auch Dritte auf Ihre Datenhalde aufmerksam werden und versuchen, sich darauf umzusehen. Sie müssen deshalb zwei Dinge sicherstellen: Sie aktualisieren regelmäßig – am besten vollautomatisch – die Software, um Schwachstellen abzudichten, und Sie schaffen es, alle Mitbenutzer zur Einhaltung von sinnvollen Standards etwa für Passwörter anzuhalten. Beides sind Dinge, für die Sie selbst aktiv sorgen müssen. Die Software hilft dabei nicht.

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