c't 23/2018
S. 78
Test
Dropbox-Alternativen: Peer-to-Peer
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Synchrone Satelliten

Vier Programme für Peer-to-Peer-Synchronisation im Test

Um Dateien auf mehreren Rechnern synchron zu halten, braucht man nicht zwangsläufig Speicherplatz auf einem Cloud-Server. Peer-to-Peer-Software gleicht Ordner auf mehreren Rechnern automatisch ab – praktisch für Familien, WGs und Unterwegs-Arbeiter.

Das Internet war schon in seinen ersten Tagen dezentral angelegt, auch wenn die Anbieter von Cloud-Diensten gern den Eindruck vermitteln wollen, man könne nur mit ihren zentralen Diensten komfortabel arbeiten. Dabei braucht es zur Synchronisation von Ordnern keine Datenablage in der Cloud. Die Rechner können ihre Datenbestände einfach untereinander abgleichen. Dazu kann zum Beispiel das Filesharing-Protokoll BitTorrent zum Einsatz kommen, das zu Beginn des Jahrtausends vor allem für Musik- und Filmtausch eingesetzt wurde und seitdem zu Unrecht mit illegalen Downloads in Verbindung gebracht wird. Peer-To-Peer-Dateisynchronisation hat einige Vorteile gegenüber Cloud-Speicherdiensten: Man zahlt nur für die Hardware und bestimmt selbst, wie viele Daten man synchronisieren möchte. Im besten Fall ist die Software sogar kostenlos.

Die getesteten Synchronisationsprogramme funktionieren alle nach dem gleichen Prinzip. Der Benutzer installiert die Software auf allen Computern, die Dateien abgleichen sollen. Anschließend legt er zu synchronisierende Ordner an und richtet auf dem ersten Computer eine Synchronisation ein. Ins Testfeld haben wir Software aufgenommen, die mindestens unter macOS und Windows funktioniert und einen Abgleich von ganzen Ordnern ermöglicht. Nicht dabei sind Peer-to-Peer-Lösungen, die einzelne Dateien über einen Download-Link freigeben – etwa als Ersatz für eine E-Mail mit großem Anhang. Diese Funktion gibt es bei einigen Anbietern aber als Zugabe.

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