c't 24/2018
S. 70
Test
Surround-Receiver
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Raumklang mit Verstand

Die KI-gestützte Klangbearbeitung des Surround-Receivers Yamaha RX-A3080 im Test

Sie meinen, dass sich der Raumklang moderner Surround-Receiver nicht weiter verbessern lässt? Yamaha will mit „Surround AI“ das Gegenteil beweisen. Und alle, die keine Strippen zu den hinteren Lautsprechern ziehen wollen, finden hier gleich noch eine alternative Drahtlos-Verbindung.

Schon lang halten Yamahas AV-Receiver diverse DSP-Programme bereit, die aus Filmton das letzte Quentchen Klanggüte rausholen sollen. Bislang waren die Algorithmen jedoch jeweils auf ein Genre festgelegt – also etwa Actionfilme oder dialoglastige Streifen. Mit den neuen Modellen ab dem RX-A1080 bekommt man nun ein Feature namens „Surround AI“, das flexible Klangverbesserung verspricht und damit vor allem Filmen besser gerecht werden soll, in denen sich Szenen unterschiedlicher Art abwechseln.

Hierfür analysiert laut Hersteller der Sound-Prozessor im Receiver mittels künstlicher Intelligenz alle 200 Millisekunden die eintreffenden Audiodaten, vergleicht sie mit in einer internen Datenbank abgelegten Beispielen und optimiert daraus den Raumklang in Echtzeit. Je nach Szene legt er den Fokus auf Elemente wie Dialog, Hintergrundmusik, Umgebungsgeräusche und Effekte. Laut Yamaha lernt die KI unentwegt weiter und arbeitet umso effektiver, je häufiger der Anwender die Funktion nutzt. Nach Inbetriebnahme benötigt Surround AI bei gewöhnlicher täglicher Nutzung laut Hersteller circa 7 bis 10 Tage, um merkliche Verbesserungen zu bringen. Eine genauere Erklärung, wie sich das Ergebnis ohne Feedback verbessert, blieb uns Yamaha schuldig.

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