c't 24/2018
S. 26
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Netze

Schnelleres WLAN für Firmen

Engenius will Anfang 2019 seine erste Basis für den nächsten WLAN-Standard ausliefern.

Anfang 2019 will EnGenius seinen 189 US-Dollar billigen Access-Point EWS-357AP für das nächste WLAN auf den Markt bringen.

Nach Huawei, New H3C und Ruckus Wireless folgt nun EnGenius mit einem Access-Point für Firmen, der nach dem nächstschnelleren WLAN-Standard IEEE 802.11ax funkt (auch Wifi 6 genannt). 11ax hat aktuell Entwurfsstatus, als finaler Standard wird die Norm voraussichtlich erst 2020 ratifiziert.

Der EnGenius EWS357AP arbeitet in beiden WLAN-Bändern parallel mit je zwei MIMO-Streams. So ist er nach Meinung des Herstellers gut an Clients wie Smartphones und Notebooks angepasst, die meist nur eine oder zwei Antennen haben und deshalb ebenfalls maximal zwei MIMO-Streams verdauen.

Auf 5 GHz erreicht der auf einen Qualcomm-Chipsatz bauende EWS357AP mit einem 160 MHz breiten 11ax-Signal bestenfalls etwas über 2 GBit/s brutto. Ob sein einzelner LAN-Port mehr als 1 GBit/s überträgt, war zum Redaktionsschluss noch unbeantwortet. PoE-kompatibel zur Energieversorgung übers LAN-Kabel (Power-over-Ethernet) ist er jedenfalls.

Zu den 11ax-Besonderheiten, die der EWS357AP laut EnGenius beherrscht, zählt Spatial Reuse: Mit der hier „BSS Coloring“ genannten Funktion kann der AP Funkkanäle „wiederverwerten“, auf denen er andere APs desselben Netzwerks nur schwach empfängt. Normalerweise müsste er diese Kanäle meiden. Durch Spatial Reuse überlappen sich die Funkzellen zwar stärker, aber nahe Clients bekommen tendenziell mehr Durchsatz. Zudem wird das knappe Funkspektrum besser ausgenutzt.

Der mit einer Preisempfehlung von 189 US-Dollar ausgewiesene EWS357AP soll Anfang 2019 erhältlich werden. Für das parallel angekündigte 4-Stream-Schwestermodell EWS377AP setzt EnGenius 289 US-Dollar an. (ea@ct.de)

Potente VPN-Gateways

Das Gateway LANCOM ISG-1000 bedient 100 Dualstack-VPN-Verbindungen gleichzeitig, optional 200. Die größere Schwester ISG-4000 schafft maximal 1000 Links.

Mindestens 100 simultane IPSec-Verbindungen sollen Lancoms neue VPN-Gateways schaffen: Die große Variante ISG-4000 bietet ab Werk 200 Verbindungen, mit Erweiterungslizenz werden es 1000. Das kleinere Modell ISG-1000 kommt auf 100 beziehungsweise 200 Verbindungen. Sie sind voll dualstack-tauglich: Beide nutzen wahlweise IPv4 oder IPv6 als Transportprotokoll.

Die Geräte lassen sich optional um Hotspot-, Content-Filter- und Clustering-Funktionen erweitern. Admins erreichen sie zur Konfiguration per Browser im LAN wie auch über Lancoms Cloud-Dienst LMC.

Beide Gateways haben fünf Gigabit-Ethernet-Ports, vier davon sind Komboports (SFP/Twisted-Pair); das ISG-4000 besitzt außerdem zwei SFP+-Slots (10GE). Die Geräte sind ab sofort erhältlich. Das große Modell kostet rund 6000 Euro, die kleine Schwester 3600 Euro. (amo@ct.de)

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