c't 25/2018
S. 162
Recht
Glücksspiel
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Bild: Albert Hulm

Verzockt

Streit um Lootboxen in Computerspielen

Zu den vielen Wegen, auf denen Spielehersteller Geld verdienen, gehört auch das Bereitstellen sogenannter Lootboxen: Das sind virtuelle Schatzkisten mit Überraschungsinhalt, die ein Spieler erwerben kann. Solche Monetarisierungsmaßnahmen sind stark umstritten – sie kommen in mancher Hinsicht dem Veranstalten illegaler Glücksspiele gleich.

Zahllose „Free to play“- oder auch „Freemium“-Spiele haben den Boden für In-Game-Käufe gegen Echtgeld bereitet. Irgendwann zogen kostenträchtige Bonus-Optionen dann auch in Mainstream-Spiele ein, die eigentlich konventionell verkauft wurden. Inzwischen ist mit den „Lootboxen“ eine besondere Spielart käuflicher Verlockungen verbreitet: Spieler kaufen Bonuspakete im Spiel, deren genauen Inhalt sie vor dem Kauf nicht kennen. Wer dergleichen großzügig einkauft, findet irgendwann etwas, was ihn spieltechnisch mächtig bevorteilt. Die Hoffnung darauf heizt die In-Game-Kauflust an.

Der psychologische Mechanismus, der dabei zum Einsatz kommt, ist alles andere als neu: Er bildet den typischen Motor fürs Glücksspiel.

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