c't 25/2018
S. 160
Praxis
Smart Home

ZigBee entstören

Smart-Home-Zuverlässigkeit per Kanalwechsel verbessern

Wenn Lampe und Türsensor die ZigBee-Basis nicht mehr erreichen, stört vermutlich der WLAN-Router. Wir zeigen, wie man das Frequenzgezanke in Philips Hue und ZigBee2MQTT schlichtet.

Viele verschiedene Funkdienste teilen sich das lizenzfreie 2,4-GHz-Band. ZigBee [1] sendet dort auf 2 MHz breiten Funkkanälen bei Datenraten von bis zu 250 kBit/s und maximal 6 mW Sendeleistung. Das reicht normalerweise, weil die ZigBee-Komponenten im Smart Home ein Mesh-Netz bilden: Einige Teilnehmer werden zum Router für die anderen.

Das Protokoll steckt heute unter der Haube von Systemen wie Philips Hue, Ikea Trådfri oder Xiaomi Aqara. Sein größter Feind: 2,4-GHz-WLAN mit bis zu 100 mW Sendeleistung, 20 oder 40 MHz breiten Kanälen und hoher Verkehrsdichte. Zwar versucht WLAN zu erkennen, wann ein Kanal belegt ist, die schwachen ZigBee-Signale reichen aber oft nicht bis zum Nachbars-Router. Sendet der, wird das ZigBee-Signal kräftig gestört. Stimmt man beide Dienste aufeinander ab, gehen sich beide besser aus dem Weg.

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