c't 25/2018
S. 82
Test
Smart-TV: Günstige 4K-Fernseher
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Smart-TVs

Sechs günstige 4K-TVs mit HDR ab 50 Zoll Diagonale

Sechs Fernseher für TV, Video, Streaming und Spiele, mit Smartphone-Anbindung und Sprachsteuerung: Welche Bildqualität bieten die Geräte und wie viel Smart-TV bekommt man für 580 bis 700 Euro?

You get what you pay for – wer wenig bezahlt, bekommt auch wenig. Nur was bedeutet eigentlich „wenig“ und wann reicht es für ein anständiges Gerät? Dieser Frage sind wir in einem Test aktueller Flachbildfernseher nachgegangen. Wir wählten sechs TVs mit 4K-Auflösung für 580 bis 700 Euro aus.

Da es sich um Smart-TVs handelt, halten sie Apps für YouTube, Netflix, Amazon Prime Video & Co. bereit und unterstützen HbbTV, geben also Zugriff auf die Mediatheken der Fernsehsender – alles ohne zusätzliche Hardware direkt am großen Fernsehschirm und per Fernbedienung bequem erreichbar.

Wer befürchtet, das Smart-TV plaudere zu viel mit den Diensteanbietern und TV-Sendern, wünscht sich vielleicht ein dummes Display. Dafür muss kein spezielles Gerät her – man kappt einfach den Internetzugang der Smart-TVs. Anschließend kann man mit einem kleinen Stick oder Puck wie Amazon FireTV, Apple TV, Google Chromecast oder auch einer Spielkonsole am HDMI-Port des Fernsehers das gucken, was man möchte. Welche Dienste auf welchem Zuspieler laufen und was man beim Anschluss beachten sollte, beschreiben wir im Artikel ab Seite 90.

Alternativ unterbindet man den globalen Datenaustausch des smarten Fernsehers und gibt für ihn im heimischen Netz nur ausgewählte Kommunikationspartner frei. Wir haben uns dafür den Datenverkehr auf den Leitungen näher angeschaut und stellen ab Seite 78 Lösungen vor, wie man die TV-Plaudertaschen an der Fritzbox oder mit dem Raspberry Pi im Zaum hält.

Smarte Fernseher

Fünf Fernseher in diesem Test haben eine Bilddiagonale von 1,40 Meter (55 Zoll), einer misst 1,27 Meter (50 Zoll). Im Einzelnen handelt es sich um Hisense H55U7A, LG 55SK8000, Panasonic TX-55FXW654, Samsung UE55NU7409, Sony KD-55XF7596 und den 50-zölligen 50PUS7303/12 von Philips. Alle Geräte beherrschen HDR 10, geben also kontraststarke HDR-Inhalte von UHD-Blu-ray-Disc oder Streaming-Diensten wieder. Einige kann man per Sprache steuern, an fünf Geräten TV-Sendungen auf einen angeschlossenen USB-Speicher aufnehmen. Sony hat seinem TV zwar eine PVR-Aufnahmefunktion spendiert, aber keinen Timeshift, mit dem man Sendungen pausieren kann, wenn gerade das Bier alle ist.

Während der Aufnahmen unterbinden einige Geräte jegliche Interaktion mit dem TV. So kann man am Hisense nicht einmal mehr das Menü aufrufen, bei Panasonic ist es immerhin möglich, vorhandene Aufnahmen auf der USB-Platte anzuschauen. Philips und Sony geben sich da deutlich flexibler – an ihnen kann man während der Aufnahme andere Apps aufrufen oder Videos bei Netflix & Co. schauen. Nur währenddessen umschalten darf man bei keinem der Geräte, dann bricht die Aufnahme mangels zweitem Tuner ab.

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