c't 25/2018
S. 47
News
Linux

RHEL soll flexibler werden

Module verschaffen mehr Spielraum bei der Wahl von Datenbank-Versionen oder Entwicklertools.

Red Hat hat eine Beta des seit längerem erwarteten Red Hat Enterprise Linux (RHEL) 8 freigegeben. Mit ihr wandert manche Software in „Module“, die mehr Flexibilität bei der Versionswahl bieten sollen. Das zeigt Red Hat gleich von Haus aus, indem es seiner auf Unternehmenskunden ausgerichtete Linux-Distribution verschiedene Versionen von etwa Node.js, PHP oder PostgreSQL beilegt, zwischen denen man leicht wechseln kann. Das jüngst auch bei Fedora 29 (siehe c’t 24/2018, S. 66) eingeführte Verfahren will Red Hat auch nutzen, um neuere Versionen von Datenbanken oder Entwicklertools nachzureichen.

Neu dabei sind auch TLS-1.3-Support, eine Technik zum Vernetzen von Containern und ein effizienterer Mechanismus zur Stauvermeidung in TCP/IP-Netzwerken. Bei der Paketverwaltung wechselt Red Hat auf das von Fedora bekannte DNF, bezeichnet es allerdings als „Yum 4“. Die Distribution ist zudem deutlich moderner ausgestattet als RHEL 7, dessen Kernkomponenten mittlerweile rund fünf Jahre alt sind. (thl@ct.de)

Mini-Linux Slax 9.6

Die minimalistische Linux-Distribution Slax ist in Version 9.6 veröffentlicht worden. In dieser ist es jetzt wieder möglich, Slax über das Netzwerk zu booten. Außerdem liegt ein Skript namens pxe bei, mit dem man unter Slax einen PXE-Server starten kann.

Die auf Debian GNU/Linux basierende, minimalistische Linux-Distribution Slax schleppt nicht viel Ballast mit; vorinstalliert sind nur wenige grafische Tools. Mindestens eine i586-CPU und 128 MByte RAM sind für Slax nötig, soll ein Webbrowser laufen, müssen es 512 MByte RAM sein.

Slax ist nicht nur für 64-Bit-, sondern auch für 32-Bit-x86-Systeme verfügbar. Der Download umfasst nur rund 270 MByte und passt damit leicht auf eine CD oder einen 1-GByte-Stick. (lmd@ct.de)

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