c't 25/2018
S. 27
News
Profi-Grafikkarte

Profi-Grafik mit Raytracing- und KI-Beschleunigung

An der Quadro RTX 4000 lassen sich vier 4K-Displays betreiben.

Die Grafikkarte Quadro RTX 4000 eignet sich für Profi-Anwendungen aus den Bereichen CAD, Maschinenbau und Mediengestaltung und kann Raytracing-Effekte dank 36 sogenannter RT-Kerne schneller als bisher berechnen. Nvidia verspricht dabei eine Performance von 6 Milliarden Strahlen pro Sekunde (GRays/s). Raytracing-Anwendungen sprechen die RT-Cores über die Schnittstellen Microsoft DXR, Vulkan (VK_NVX_raytracing) und OptiX an.

Der Turing-Grafikchip TU106, der auch auf der GeForce RTX 2070 zum Einsatz kommt, besteht aus 2304 Shader- und 288 Tensor-Kernen. Letztere sind besonders effektiv bei KI- und Deep-Learning-Berechnungen, speziell beim Training und Inferencing neuronaler Netzwerke. Die in der Turing-GPU integrierte Videoeinheit de- und enkodiert Videostreams mit 8K-Auflösung. Dem Grafikchip stehen 8 GByte GDDR6-Speicher zur Seite.

Monitore steuert die Quadro RTX 4000 über 3 × DisplayPort 1.4 an. Zudem gibt es einen Virtual-Link-Anschluss für VR-Brillen oder USB-C-Displays. Durch ihren flachen Kühler belegt die Profi-Grafikkarte mit 160 Watt Thermal Design Power nur einen Steckplatz (Single-Slot-Bauform) und passt damit auch in besonders kompakte Workstations. Die Quadro RTX 4000 soll im Dezember 2018 für rund 900 Euro in den Handel kommen. Zudem wollen Dell, HP und Lenovo Workstations mit dieser Karte anbieten. Die bereits vorgestellten Turing-Profikarten Quadro RTX 5000, 6000 und 8000 sind leistungsfähiger, kosten aber auch erheblich mehr. (chh@ct.de)

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