c't 25/2018
S. 28
News
Server-Prozessor

Verzögerter Xeon-Start

Server-CPU Intel Xeon E-2100 jetzt wirklich im Rennen

Der Xeon E-2100 ist eine Abwandlung des Core i-8000. Er bringt Workstations und kleinen Servern sechs CPU-Kerne und später auch 128 GByte RAM.

Wichtigster Unterschied zwischen Xeon E-2100 und Core i-8000 ist der RAM-Fehlerschutz Error Correction Code (ECC): Den verwehrt Intel sowohl Core i5 als auch Core i7. Xeon-E-2100-CPUs laufen nur auf Mainboards mit den Chipsätzen C242 oder C246, die wiederum eng mit Serie-300-Typen wie B360 und Z390 verwandt sind. Der C246 enthält die Fernwartungsfunktion Active Management Technology (AMT), der C242 nicht.

In den Primergy TX1320 M4 packt Fujitsu außer dem Xeon E-2100 noch ein redundantes Netzteil, einen SAS-Adapter und acht Festplatten oder SSDs.

Die Xeon-Reihe E-2100 löst die 2011 eingeführte Familie E3-1200 ab. Der Xeon E-2100 startet in zehn Varianten, sechs davon mit integriertem Grafikprozessor (IGP). Die vier oder sechs CPU-Kerne liefern ähnliche Rechenleistungen wie die in Core i5 oder i7 mit vergleichbarer Taktfrequenz. Der billigste Vierkerner Xeon E-2124 steht mit 193 US-Dollar in der Preisliste, hier muss man auf Hyper-Threading und IGP verzichten. Flaggschiff ist der Sechskerner Xeon E-2186G (450 US-Dollar) mit Hyper-Threading und aktivierter GPU. Letztere heißt UHD Graphics P630, das „P“ steht hierbei für die Profi-Grafik. Dafür liefert Intel einen Treiber, der für bestimmte Workstation-Software zertifiziert ist. Eine aktuelle Liste der Anwendungen fanden wir aber nicht. Möglicherweise kommt noch ein Achtkern-Xeon in der Baureihe E-2100.

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