c't 25/2018
S. 44
News
Anwendungen

Beauty- und Body-Retusche mit PortraitPro 18

Der Softwarehersteller Anthropics hat neue Versionen seiner PortraitPro-Programme veröffentlicht. Sie sollen mit künstlicher Intelligenz bei der Gesichts- und Körperretusche helfen.

PortraitPro Body 3 erkennt über künstliche Intelligenz Merkmale des Körpers. Ein Zug am Schieberegler retuschiert die komplette Figur.

Das Programm zur Porträtbearbeitung PortraitPro 18 erkennt Gesichter und Gesichtszüge in Fotos. Blaue Linien markieren Kinn, Lippen, Nase, Augen, Iris, Augenbrauen und Haare. Manuelle Justierung der Merkmale soll in Version 18 dank verbesserter künstlicher Intelligenz nicht mehr nötig sein. Augen kann man nun getrennt voneinander bearbeiten; Haare lassen sich über Regler voluminöser gestalten.

Anthropics hat darüber hinaus die Möglichkeiten für nichtdestruktives Arbeiten erweitert. Der „Restore Brush“ entfernt alle Bearbeitungen einer retuschierten Stelle und stellt so das Original wieder her. Außerdem lässt sich PortraitPro in Photoshop als Smartfilter nutzen.

Über die Ebenenwerkzeuge kann man den Hintergrund austauschen und nun auch Logos, Wasserzeichen oder andere Überlagerungen ergänzen. Die „Closed Eyes Option“ schließt auf Wunsch die Augen des Models. Die Werkzeuge zum Retuschieren von Glanzstellen und Hautunreinheiten sollen besser arbeiten als in der Vorgängerversion.

PortraitPro Body 3, das Schwesterprogramm zur Bodyretusche, soll ebenfalls Merkmale wie Arme, Beine, Knie und Ellenbogen automatisch finden. Über Regler kann man anschließend Frauen schlanker oder kurviger wirken lassen und Männern breitere Schultern verpassen. Regler zur Bearbeitung des Körpers glätten die Haut und straffen Konturen. Den infolge der Bearbeitung verzerrten Hintergrund zieht der „Warp Fixer“ in Version 3 wieder gerade.

Beide Programme laufen unter Windows und macOS. PortraitPro Studio kostet 79,95 Euro, mit Stapelverarbeitung 149,95 Euro. PortraitPro Body 3 ist für 69,95 Euro zu haben. (akr@ct.de)

TechSmith Snagit 2019

In Snagit 2019 kann man Textbausteine über farbige Balken abstrahieren.

TechSmith hat das Screenshot-Tool Snagit in Version 2019 veröffentlicht. Im Editor lassen sich jetzt mehrere Screenshots automatisch zu einer Collage zusammenfügen, optional nummerieren und mit Bildunterschriften versehen, beispielsweise für Schritt-für-Schritt-Anleitungen. Außerdem kann man Bildinhalte abstrahieren. Dabei werden Texte, Bilder und Bedienelemente durch Platzhalter wie graue Balken überdeckt. So lassen sich schematische Miniaturen von Bedienoberflächen oder Webseiten herstellen oder durch Entfernen einzelner Abdeckungen bestimmte Bereiche hervorheben.

Die Stempel-Funktion hat eine Suchmöglichkeit bekommen, wobei man nicht nur nach einem Motiv, sondern auch nach der Hauptfarbe filtern kann. Regelmäßig genutzte Werkzeuge oder Funktionen wie Sprechblasen, Pfeile, Stempel und Formen kann man nun in einem Favoritenbereich zusammenfassen.

TechSmith Snagit 2019 ist ab sofort für Windows und macOS zu einem Preis von 50,82 Euro erhältlich. Das Upgrade von älteren Versionen kostet 25,38 Euro. (Stefan Wischner/akr@ct.de)

ACDSee 2019

Die Bildverwaltung ACDSee Photo Studio 2019 unterstützt im Verwaltungsmodus nun Gesichtserkennung, die erfasste Personen in neu importierten Fotos automatisch identifizieren können soll.

Ein Pinsel im Entwicklungsmodus trägt Einstellungen von Lebendigkeit, Weißabgleich, Farbüberlagerung, Sättigung, Helligkeit, Farbton und Kontrast sowie der Gradationskurven selektiv auf. Mit der Schwarzweißumsetzung kann man nun Werte einzelner Farben getrennt steuern. Voreinstellungen aus dem Entwicklungs- und Bearbeitungsmodus lassen sich importieren und exportieren.

ACDSee 2019 erscheint in den Varianten Standard (68,99 Euro), Professional (114,99 Euro) und Ultimate (171,99 Euro). Die beiden letzteren enthalten die Gesichtserkennung. In ACDSee Ultimate lassen sich Masken übertragen. (akr@ct.de)

Magix Photo & Graphic Designer 16

Der Magix Photo & Graphic Designer 16 unterstützt OpenType-Ligaturen und ermöglicht damit schnörkelige Schriftzüge.

Das Grafikprogramm Magix Photo & Graphic Designer 16 vereint Vektor- und Pixelbearbeitung, um damit Poster, Grußkarten oder Flyer zu gestalten. Die Fotowerkzeuge umfassen Ausrichtung und Beschnitt, Bearbeitung von Licht und Farbe, Effekte und Perspektivkorrektur. Die Grafikwerkzeuge umfassen Streu-, Kunst- und Freihandpinsel, smarte Formen, Schatten, Konturen, Füllungen und Live-Effekte. Der DTP-Bereich regelt automatisch den Textfluss und unterstützt Farbseparation.

Die neue Funktion Magic Color Match passt nach Einfügen eines Fotos in eine Vorlage dessen Gestaltungselemente an die Farbgebung des eingefügten Bilds an. Das Programm unterstützt OpenType-Ligaturen, mit denen sich verspielte Schriftzüge ergänzen lassen. Der Text-Form-Füller passt den Text in Echtzeit an eine ausgewählte Form an, während man tippt. Beim Ändern der Form richtet sich der Text dynamisch neu aus. Mit dem Versalien-Werkzeug kann man mit einem Klick zwischen Klein- und Großbuchstaben wechseln. Auch diese Änderungen zeigt das Programm dynamisch an.

CSV-Import und verbesserte Smart-Formen sollen anschauliche und farbenfrohe Tabellen gewährleisten. Der mitgelieferte PDF Editor 3.0 bearbeitet Text und Bilder in fertigen PDF-Dokumenten. Das Paket läuft unter Windows und kostet 59,99 Euro. (akr@ct.de)

Nik-Tools für DxO PhotoLab 2

Mit ClearView Plus vermindert der Raw-Entwickler DxO PhotoLab 2 atmosphärischen Dunst und erhöht den lokalen Kontrast.

Der Raw-Entwickler DxO PhotoLab 2 ist das Nachfolgeprogramm von DxO Optics Pro. Linsenverzerrung, Farbsäume und andere optische Fehler korrigiert er anhand von Objektivprofilen.

Das PhotoLab enthält nun eine Bilddatenbank: Die DxO Fotothek bringt Werkzeuge für Suche, Auswahl und Sortierung mit. Die inkrementelle Suche zeigt Resultate schon, während man das Suchwort tippt. Außerdem kann man nach Exif-Daten wie Blende, Belichtungszeit und ISO-Wert, nach Dateinamen und Suffix sowie nach der Bildbewertung filtern.

Nach dem Kauf der Google-Tochter Nik Software im Herbst 2017 integriert DxO nun dessen U-Point-Technik in Version 2 seines Raw-Entwicklers. Mit ihr lassen sich Bildbereiche für die selektive Bearbeitung auswählen, indem man Kontrollpunkte setzt und die Selektion mit ein paar Schiebereglern justiert.

Enthalten ist außerdem das Werkzeug DxO ClearView Plus. Es rechnet atmosphärischen Dunst aus dem Bild heraus und erhöht den lokalen Kontrast. Auf Wunsch kann man es mit der Rauschminderung DxO Prime kombinieren. Außerdem verarbeitet das PhotoLab 2 DCP-Farbprofile.

Das Programm ist für Windows und macOS erhältlich und erscheint in zwei Editionen. Sie unterscheiden sich nicht im Funktionsumfang, unterstützen aber unterschiedliche Kameraklassen: Die Essential-Version für Einsteigerkameras kostet 99,99 Euro, die Elite Edition für Profikameras 149,99 Euro. (akr@ct.de)

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