c't 26/2018
S. 182
Hintergrund
Grafikprozessoren

Grundlagen zu Grafikprozessoren

Die wichtigsten Fakten zu GPUs

Das Universalgenie Grafikchip informiert mit groben ASCII-Zeichen während des Bootvorgangs, unterhält mit realistischen 3D-Spielewelten und führt aufwendige Simulationen auf Supercomputern durch. Wie so ein Grafikprozessor funktioniert, erklären wir in diesem Artikel.

Beinahe jeder Computer hat neben dem Hauptprozessor auch eine Grafikeinheit in der einen oder anderen Form – je nach Gusto nennt man diese auch Grafikchip, Grafikprozessor, Graphics Processing Unit oder kurz und schlicht GPU. Zusammen mit Grafikspeicher, Schaltungen zur Stromversorgung sowie Monitoranschlüssen auf eine (passende) Platine gelötet, sind Grafikprozessoren das Herz einer jeden Grafikkarte. Dank ihnen sieht man auf dem Monitor ein Bild, genießt Videos ruckelfrei und stromsparend und taucht in wunderschön animierte Spielwelten ab.

Aktuelle Grafikprozessoren, hier AMDs große Vega-GPU, sind inzwischen hauptsächlich massiv parallele Rechenmonster, die sich dank diverser Spezialschaltkreise besonders gut für Grafikberechnungen eignen.

Hauptprozessoren oder Systems-on-a-Chip (SoC) der meisten PCs und Smartphones haben integrierte Grafikeinheiten, während in Gamer-PCs in der Regel eine oder mehrere Grafikkarten ackern. Und auch viele Server in Rechenzentren und Supercomputern nutzen – etwa für Wetter-, Molekular- oder Atomenergiesimulationen – die Rechenkraft von GPUs.

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