c't 26/2018
S. 112
Test
300-Euro-Smartphones
Aufmacherbild

Ziemlich gute Handys

Android-Smartphones um 300 Euro

Klar, Spitzen-Handys sind spitze – aber noch spitzer ist es, Geld für andere Weihnachtsgeschenke übrig zu haben. Auch mit einem billigeren Smartphone kommt man prima über die Runden. Allerdings darf man keinen Allrounder erwarten: Wir haben zwar durchaus tolle Spezialisten gefunden, aber keinen Kandidaten, der bei Display, Laufzeit, Geschwindigkeit und Kameraqualität gleichermaßen gut abgeschnitten hat.

Nicht jeder stellt High-End-Ansprüche an ein Smartphone: 3D-Games in voller Detailtiefe, beste Fotoqualität samt Zoom, genügend Speicher für die Fotos der nächsten 20 Jahre. Wichtig ist doch vor allem, dass das Ding einen zuverlässig über den Tag bringt, als Notfallknipse taugt und updatemäßig halbwegs mithält.

Vier Kandidaten mit Straßenpreisen um 300 Euro haben wir getestet: Huawei Mate 20 Lite, Motorola One, Nokia 7.1 und Samsung A7. Zu den in dieser Preisklasse inzwischen üblichen Ausstattungsmerkmalen gehören zwei SIM-Slots, Fingerabdruckscanner, LTE, Selfie-Kamera und zwei Hauptkameras.

Video: nachgehakt

Auch im Trend: Das Display soll möglichst viel Raum einnehmen, sodass der Home-Knopf entfällt, der Rahmen schrumpft und die Selfie-Kamera ins Display wandert – der so genannte Notch. Allein Samsung belässt den Rahmen dicker, allerdings passt so auch nur ein 6-Zoll-Display in die Gehäusemaße, wo Huawei 6,3 Zoll unterbringt.

Das Display des Samsung A7 ist das einzige OLED im Test, es zeigt daher die kräftigsten Farben an. Zudem ist es das hellste im Testfeld. Die drei LCDs liegen eine Klasse dahinter, wobei das Nokia-Panel für ein LCD schöne Farben zeigt und für sonnige Plätze hell genug leuchtet. Das Huawei-Panel erreicht hingegen eine ungewöhnlich niedrige Maximalhelligkeit, die einen draußen öfters nach Schatten suchen lässt.

Das Motorola-Panel hat eine niedrigere Auflösung. Es ist noch nicht pixelig, aber Fotos, Videos und Spiele wirken detailärmer, Schrift weniger scharf. Zudem bleiben die Farben sichtbar blasser, die Maximalhelligkeit ist geringer. Es ist damit das schlechteste Display im Test, doch im Alltag gewöhnt man sich daran, sofern man nicht ständig im Vergleich bessere Panels sieht.

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