c't Retro 2018
S. 184
Praxis & Wissen
Retrografik
Aufmacherbild

Bunt verpixelt

Retrografik mit einfachen Mitteln nachbilden

„Geile Grafik“ hieß es früher vor dem C64 oder Amiga 500 oft anerkennend. Die Klötzchen stehen heute wieder hoch im Kurs: In wenigen Schritten wandeln Sie Fotos in Pixelgrafiken und legen VHS-typische Scanlinien darüber.

Der Grafikchip des C64 stellte 16 Farben dar und löste im HiRes-Grafikmodus maximal 320 × 200 Pixel auf, konnte dabei in 8 × 8 Pixel großen Blöcken nur jeweils 2 von 16 Farben darstellen. Der Amiga 500 schaffte 640 × 512 Bildpunkte mit 16 aus 4096 Farben. Daneben gibt es noch Dutzende andere Retrogeräte mit höheren oder niedrigeren Auflösungen. Ohne allzu sehr in Pixelzählerei zu verfallen, sollen diese Angaben verdeutlichen, worauf es bei einer Retrografik ankommt: auf die Reduktion auf wenige Pixel und wenige Farben.

Geringe Auflösung heißt nicht, dass im Handumdrehen großartige Grafiken entstehen. Die Spiele-Entwicker von einst waren Künstler, die es vermochten, in den engen Grenzen der damaligen Grafikchips Erstaunliches zu erreichen. In 16 × 16 Pixeln ein ausdrucksstarkes Gesicht zu erzeugen ist und bleibt eine Meisterleistung.

Im Jahr 2018 gibt es etwas, das die Grafiker der 80er-Jahre nicht besaßen: Digitalfotos in Massen und Material aus dem Internet. Eine große Inspiration können außerdem eigene Screenshots aus dem Emulator des Lieblingsgeräts sein.

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Das Kirchenpanorama aus Brügge zeigt eine dramatische Perspektive sowie klare Formen und Farben. Die Schrift haben wir passend verzerrt.