c't Retro 2018
S. 50
Test
Staubsaugerdüsen
Aufmacherbild

Fest vs. flauschig

Zu den häufigsten Aufgaben beim Instandsetzen alter Hardware gehört das Entfernen von Staub. Das sollen spezielle Saugdüsen für gängige Staubsauger erleichtern.

Steifes Strohhalm-Bündel gegen Luxus-Set mit weichen Borsten: Wir haben unterschiedliche Aufsätze für handelsübliche Bodenstaubsauger ausprobiert. Beide erreichen enge Gehäuseecken, in denen sich Staub und Schmutz gesammelt hat. Doch die Unterschiede in (Pass-)Form und Handhabung sind groß: Im Vergleich zum günstigen, rustikalen Aufsatz aus China wirkt das Miele-Set aus dem Köfferchen wie ein Werkzeug für Chirurgen.

Das 9-Euro-Rohrbündel vom wuseligen Amazon-Marktplatz wirkt schon bei der Inbetriebnahme grobschlächtig: Der mitgelieferte Adapter ist etwas zu eng für den 34-Millimeter-Schlauchstutzen unseres Miele-Staubsaugers. Erst kräftiger Druck sorgt für festen Sitz. Anschließend hält man ein steifes, rund 30 Zentimeter langes Rohr in der Hand, aus dem 30 durchsichtige Halme mit je etwa 2,5 mm Innendurchmesser und 16 cm Länge herausragen. Sie saugen beispielsweise prima Krümel aus Besteckschubladen oder aus Kleinteileboxen, die man dazu nicht einmal leeren muss. Denn die vergleichsweise steifen Halme lassen sich gut unters Besteck schieben. Für Platinen mit empfindlichen Bauteilen eignet sich das ruppige Röhrenbündel weniger. Außerdem neigen die Röhrchen zum Verstopfen. Zwar lässt sich das Rohrbündel separat abziehen, um es kurzzeitig umgekehrt ans Saugrohr zu halten, doch manchen Fremdkörper muss man umständlich herauspulen.

Kommentieren