c't 3/2018
S. 27
News
Displays und Monitore

Kachel-TV mit 146 Zoll

Samsungs ungemein helle und leuchtstarke Mikro-LED-Wand besteht aus 400 einzelnen Modulen.

The Wall nennt Samsung seine neueste Display-Kreation: ein 146-zölliger 4K-Schirm aus leuchtstarken Mikro-LEDs. Jedes Pixel besteht aus drei LEDs und hat eine Kantenlänge von 0,84 Millimeter – es ergibt sich die mäßige Pixeldichte von 30 dpi. Das Display wird modular zusammengestellt, jede Kachel ist ungefähr 16 cm × 20 cm groß und zeigt 20.736 Bildpunkte (über 60.000 LEDs). Sowohl die Leuchtdichte als auch die Farben des auf der CES gezeigten Musters beeindruckten.

Der Aufbau erlaubt es Samsung, defekte Module mit Pixelfehlern einfach auszutauschen – wenn das Display in einem Stück gefertigt würde, entstünde sehr viel teurerer Ausschuss. Außerdem stellte der Hersteller die Möglichkeit heraus, dass sich jeder Nutzer durch die Modulbauweise sein eigenes Display maßschneidern könne. Das ist aber eher Theorie, da die Module absolut planparallel befestigt werden müssen.

Samsung gab an, dass die Produktion von The Wall keinesfalls vor 2019 anlaufen wird. Bei dem auf der CES gezeigten Display handelte es sich um einen handgefertigten Prototypen. (uk@ct.de)

Aufrollbares OLED-TV

Der 65-zölllige OLED-Schirm von LG Displays lässt sich stufenweise aus dem Kasten schieben.

Mit einem 65-zölligen OLED zeigt LGs Display-Sparte, dass sich auch sehr große organische Schirme aufrollen lassen. Bislang war das nur mit kleinen Displays möglich. Das etwa 145 cm × 82 cm große OLED passt in eine 20 cm × 30 cm × 200 cm große Kiste. Beim Druck auf die Fernbedienung schiebt es einen schmalen 16:2-formatigen Streifen heraus, der Informationen wie den Wetterbericht oder die neuesten Nachrichten anzeigt. Für Kinofilme fährt ein 21:9-formatiges Segment raus, auf dem die Blockbuster ohne störende Streifen oben und unten dargestellt werden. Fernsehen und Videos schaut man auf dem komplett ausgefahrenen 16:9-Schirm.

Video: Rollbarer 65''-OLED-Fernseher von LG

Der Rücken des Displays besteht aus schmalen Streifen, die sich wie ein Rollladen einrollen. Laut Hersteller lässt sich das Display 100.000 Mal ein- und ausfahren. LG nennt als Rollradius 50R, es entsteht im Innern also eine zehn Zentimeter dünne Rolle. Das Display könnte laut LG in zwei bis drei Jahren serienreif sein. (uk@ct.de)

QLED-LCDs mit sattem Schwarz

Samsung hat seine QLED-Technik weiterentwickelt: Der Schwarzwert wurde sichtbar verbessert und auch die Blickwinkelabhängigkeit der neuen LCD-TVs fällt geringer aus – die Farben verblassen von der Seite betrachtet nur leicht.

Für die besseren Darstellungseigenschaften sorgen kleine schwarze Wände zwischen den einzelnen Pixeln sowie winzige Linsen auf jedem Pixel: An den Wänden wird das seitlich aus dem Flüssigkristall austretende Licht nach vorn zur Schirmoberfläche reflektiert. Die Linsen wiederum streuen das so gerichtete  Licht in alle Blickrichtungen – bei Schwarz, also keinem Licht, wird nichts gestreut.

Auf der CES zeigte der koreanische Hersteller ein erstes Modell mit der neuen Technik. Dieses hatte außerdem ein Direct-LED-Backlight mit lokal dimmbaren Zonen; die Anzahl der Zonen gab Samsung nicht bekannt. In Sachen Schwarzwert konnte das Display in einem ersten Sehtest mit einem OLED mithalten. Die farbverbessernden  Quantenpunkte sorgten für sehr satte Farben. Ob mit der neuen Technik auch Nachteile wie zum Beispiel ein höherer Energiebedarf einhergehen, werden erste Tests zeigen. (uk@ct.de)

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