c't 8/2018
S. 112
Test
Laser-Multifunktionsgeräte
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Druck-Spezialisten fürs Büro

Preiswerte Laser-Farbmultifunktionsdrucker mit Profi-Ausstattung

Zu Straßenpreisen unter 500 Euro bekommt man Laser-Multifunktionsgeräte mit Duplex-Druckwerken, Touchscreen-Bedienung und professionellen Kopier- und Scanfunktionen. Mit hohen Druckvolumina und erweiterbarem Papiervorrat versorgen sie auch kleinere Arbeitsgruppen.

Geht es um sauberen und schnellen Textdruck, genießen Laserdrucker immer noch den besten Ruf. Buchstabenkanten sehen sogar unter der Lupe wie mit dem Lineal gezogen aus, das hervorragend deckende Tonerpulver sorgt für knackige Kontraste. Da der Toner auf der Papieroberfläche bleibt und dort in der Fixiereinheit festgebacken wird, spielt die Papierqualität eine deutlich geringere Rolle als bei Tintendruckern.

Büro-Multifunktionsgeräte mit Farblaserdruckwerk, die auch scannen, kopieren und faxen können, bekommt man zum Teil zu überraschend günstigen Preisen, ohne bei Scanner- oder Netzwerkfunktionen große Kompromisse eingehen zu müssen. Sechs aktuelle Modelle mussten im c’t-Labor unseren Test-Parcours absolvieren: Brother MFC-L8690CDW, Canon i-Sensys MF735Cx, Kyocera Ecosys M5526cdn, Lexmark CX 417de, Oki MC573dn und Ricoh SP C260SFNW. Alle Testgeräte gab es zum Testzeitpunkt für weniger als 500 Euro zu kaufen.

Eine in kleinen Büros meist knappe Ressource brauchen alle Multifunktionslaserdrucker im Testfeld: viel Platz. Wer ein kleineres Gerät sucht, das man direkt am Arbeitsplatz aufstellen kann, sollte besser über ein kompakteres Tinten-Multifunktionsgerät nachdenken. Das belastet außerdem beim Drucken die Raumluft nicht so. Die Lasermodelle produzieren im Druckbetrieb den deutlich wahrnehmbaren Kopierer- oder Lasergeruch, der in der Heizmangel der Fixiereinheit entsteht. Daher sollte man sie an einem gut belüfteten Ort, am besten in einem eigenen Druckerraum aufstellen.

Alle Testkandidaten haben eine 250-Blatt-Papierkassette und lassen sich mit mindestens einer weiteren 250-Blatt-Kassette erweitern. Mit Ausnahme der Multifunktionsdrucker von Lexmark und Ricoh, die beide Sondermedien nur über einen Einzelblatteinzug annehmen, sind alle mit einem aufklappbaren Multifunktionseinzug ausgestattet, der zusätzliche 50 Blatt Normalpapier oder je nach Dicke mehrere Folien oder Umschläge bereithält.

Laserdrucker für Arbeitsgruppen sind für Druckvolumina von mehreren tausend Seiten pro Monat ausgelegt. In den technischen Daten tauchen meist beeindruckende Seitenzahlen im fünfstelligen Bereich auf. Diese beziehen sich jedoch auf die einmalige Maximalauslastung; das empfohlene Volumen pro Monat liegt in der Regel zwischen fünf und zehn Prozent davon. Die Druckwerke unserer Testkandidaten bedrucken Papier durchweg automatisch beidseitig. Der Duplexdruck ist in den Treibern standardmäßig aktiviert. Alle Drucker im Test geben die fertigen Blätter mit der ersten Druckseite nach unten aus.

Die Ablagen fassen den Herstellern zufolge durchweg 150 Blatt, was in der Praxis aber anders aussehen kann: Unseren 200-Seiten-Test im Simplex-Druck – 200 Blatt landeten in der Ablage – absolvierten die Geräte von Kyocera, Oki und Ricoh in einem Rutsch.

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