c't 8/2018
S. 34
News
Linux

Gnome 3.28 mit besserer Hardware-Unterstützung

Favoriten im Dateimanager von Gnome 3.28 erleichtern den Schnellzugriff auf häufig genutzte Dateien und Ordner.

Die neue Version 3.28 der Desktop-Umgebung Gnome versucht, den Zugriff auf viel genutzte Dateien und Verzeichnisse zu erleichtern: Diese kann man im Dateimanager als Favoriten kennzeichnen, die Nautilus in der Seitenleiste anzeigt.

Bei Notebook-Touchpads interpretiert Gnome das Tippen mit zwei Fingern gleichzeitig jetzt als Rechtsklick, wie es bei modernen Notebooks mit macOS und Windows der Fall ist. Hybrid-Grafiklösungen wie Nvidias Optimus unterstützt Gnome nun besser, sodass sich der potentere Grafikchip bei Bedarf für einzelne Anwendungen leichter zuschalten lässt. Gnome kann nun auch das Sicherheitslevel von Thunderbolt-Verbindungen konfigurieren. Das ist nicht nur für optimale Performance wichtig, sondern auch für den Schutz vor Datendiebstahl.

Die Gnome-eigene Virtualisierungsoberfläche Boxes bietet jetzt komfortablere Wege zum Dateiaustausch zwischen Host und Gast. Die Installation von Gastsystemen wurde vereinfacht: Boxes kann ISO-Images einiger populärer Distributionen automatisch herunterladen und als Installationsquelle einbinden.

In der Kontakte-App, der Fotoverwaltung, der integrierten Entwicklungsumgebung und an vielen anderen Stellen gab es Detailverbesserungen. Außerdem haben die Entwickler die Unterstützung von Flatpak und Wayland verbessert. Vorschaustatus hat das neue Programm „Auslastung“ (Usage), das die Datenträgerbelegung aufschlüsselt und Informationen zur Prozessor- und Arbeitsspeicherauslastung liefert.

Mit dem neuen Gnome lassen sich keine Dateien und Ordner mehr auf dem Desktop-Hintergrund ablegen – auch über das Optimierungswerkzeug („Tweaks“) lässt sich dieses Feature nicht mehr aktivieren.

Für das im April erwartete Ubuntu Desktop 18.04 LTS gilt das allerdings nicht. Hier kommt zwar Gnome 3.28 zum Einsatz, die „Ubuntu Gnome“ genannte Variante ähnelt aber dem früheren Standard-Desktop Unity und wird das Ablegen von Dateien auf dem Desktop ermöglichen. (thl@ct.de)

Lustiges Unterseeabenteuer jetzt für Linux

Auch unter Linux kann man jetzt in „We need to go deeper“ gemeinsam ein U-Boot steuern und gefährlichen Monstern trotzen.
Per Tastendruck wechselt man zwischen der Ansicht des U-Boot-Inneren und der Tiefseewelt außen.

Das witzige Early-Access-Spiel „We Need to Go Deeper“ gibt es mit Version 0.7.6 jetzt auch für Linux. Im Team steuert man ein U-Boot in geheimnisvolle Tiefen eines Unterwassergrabens. Riesenkraken, Schwertfische und andere Gegner machen einem dabei das Leben schwer. Zwischendurch erkundet man Höhlen, in denen Skelette, aggressive Schnecken und Muscheln, aber auch jede Menge praktischer Dinge warten.

Das Spiel ist ein echter Koop-Spaß für zwei bis vier Personen. Je nach Besatzungsstärke stehen mittlerweile drei U-Boot-Typen zur Wahl. Arbeitsteilung ist gefragt, um die Steuerung des U-Bootes zu übernehmen, den Geschützstand zu besetzen, nachzuladen oder Lecks zu flicken. „We Need to Go Deeper“ ist auf Steam für Linux, macOS und Windows für 9,99 Euro erhältlich. (lmd@ct.de)

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