c't 9/2018
S. 64
Spielekritik
Ego-Shooter
Aufmacherbild

Vertreibung aus dem Paradies

Far Cry 5 zieht gegen Hardcore-Christen in den Krieg

Ein fanatischer Christenkult hat die Kontrolle über Montana übernommen. Mit Compound-Bogen und Scharfschützengewehr soll der Spieler den malerischen Landstrich befreien.

Ubisoft setzt sein Erfolgsrezept in Far Cry 5 fort. Dieses Mal geht es in die Flusslandschaften von Montana. Dort haust ein ebenso durchgeknallter Sektenführer, wie man seinesgleichen bereits in den beiden Vorgängern kennenlernte.

Inmitten eines gewaltigen Tales hat der selbst ernannte Prophet Joseph Seed ein religiöses Terror-Regime errichtet, das an eine christliche Version des Islamischen Staats erinnert. Fanatische Anhänger patrouillieren in weißen Trucks gewundene Bergstraßen, die gesäumt sind von Leichen der Widerstandskämpfer. Als frisch gebackener Deputy versucht der Spieler, den Sektenchef bei einer Razzia zu verhaften. Doch als die Aktion fehlschlägt, muss er die von Flüssen und Seen durchzogene Landschaft auf eigene Faust befreien. Die irren Geschwister des Sekten-Chefs haben Hope County unter sich aufgeteilt. Der brutale Ex-Militär Jacob, die raffinierte Manipulatorin Faith und der sadistische Täufer John müssen zuerst ausgeschaltet werden, ehe man dem Propheten den Bart stutzen darf.

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