c't 9/2018
S. 48
Test
VR-Hardware
Aufmacherbild

Pixeltaucher 1.5

HTC Vive Pro mit höherer Auflösung

Die Pro-Version der HTC Vive lockt mit höher auflösenden Displays und komfortablerem Sitz. Doch rechtfertigt das den saftigen Aufpreis gegenüber der Standardausführung?

Die erste Generation der VR-Brillen ist zwar gut für einen Wow-Effekt, bei längerer Benutzung machten sich jedoch die geringe Auflösung samt Fliegengittereffekt sowie die unbequeme Kopfbefestigung bemerkbar. Beide Kritikpunkte hat HTC in der Vive Pro verbessert: Die neuen OLED-Displays zeigen pro Auge 1440 × 1600 statt bisher 1080 × 1200 Pixel an. Kann man bei der ersten Vive noch die farbigen Subpixel klar erkennen, so sind diese bei der neuen Brille fast verschwunden. Das Fliegengitter ist zwar noch immer leicht sichtbar, der allgemeine Bildeindruck aber deutlich klarer. Der 78-prozentige Pixelzuwachs fordert allerdings auch einen Tribut: Man benötigt eine noch leistungsfähigere Grafikkarte als beim Vorgängermodell.

Da das optische System ansonsten unverändert blieb, hat sich an den übrigen Randerscheinungen wenig getan. Das merkt man besonders an Objektkanten mit hohen Kontrasten. Bei Kopfbewegungen bluten Ränder farbig etwas aus. Zudem zieht weiße Schrift auf schwarzem Grund bei Kopfbewegungen einen langen hellen Schweif nach sich – schuld ist der Fresnel-Schliff der Linsen.

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