c't 1/2019
S. 120
Kaufberatung
Kabel-TV im lokalen Netz
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Bild: Rudolf A. Blaha

Netz-TV

FritzOS 7: Kabelfernsehen per WLAN schauen

Beim Satellitenempfang ist die Verteilung des TV-Signals im lokalen Netz ein alter Hut. Nun bekommen auch DVB-C-Kunden mit Kabel-Internet und einer Fritzbox dank Update auf FritzOS 7 einen Sat-IP-konformen Server an die Hand. Damit können sie das Kabelprogramm übers Handy, Tablet, Notebook oder am Flachbildfernseher genießen.

Eigentlich ist es nur eine von vielen Änderungen, die AVM seinen Geräten mit der Aktualisierung auf FritzOS 7 verpasst hat, doch in Sachen Fernsehempfang im lokalen Netz bedeutet sie für Besitzer von Fritzboxen mit Kabel-Internet einen großen Schritt nach vorne. Schon bisher konnten die AVM-Router mit Breitbandanschluss – die Fritzboxen 6490 und 6590 sowie der Repeater DVB-C – Fernsehsignale aufgreifen und im Netz bereitstellen.

Mit dem Update auf FritzOS 7 implementiert AVM den Sat-IP-Standard, der trotz des „Sat“ im Namen auch die lokale Einspeisung des DVB-C-Signals beherrscht. Damit können Sat-IP-Clients erstmals einen Frequenzsuchlauf anstoßen und die Tuner übers Netz verwalten. Kunden steht so eine größere Auswahl von Empfangsgeräten inklusive einiger Flach-TVs bereit – zumindest theoretisch. In den Genuss des Updates kommen viele Kabel-Bestandskunden, denn Vodafone (ehemals Kabel Deutschland) hat die 6490 als „Homebox 3“ in vielen Haushalten als Mietgerät im Einsatz.

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