c't 1/2019
S. 25
News
Apple

Apple aktiviert EKG-Funktion in Watch

1-Kanal-EKG eingebaut: Die Apple-Watch kann so auch Anzeichen für Vorhofflimmern detektieren.

Mit dem Anfang Dezember veröffentlichten watchOS 5.1.2 lässt sich mit der Apple Watch 4 das eingebaute 1-Kanal-EKG nutzen. Die beiden Elektroden stecken an der Unterseite und in der Krone; für die 30 Sekunden lange Messung legt man eine Fingerkuppe an die Krone. Schlagen die eingebauten Algorithmen zur Erkennung von Vorhofflimmern an, rät die Watch zu einem Arztbesuch.

Das watchOS 5.1.2 erkennt auch Anzeichen für Herzrhythmusstörungen und regt dann ebenfalls einen Arztbesuch an. Daneben bringt das Update kleinere Verbesserungen, und die Walkie-Talkie-Verfügbarkeit lässt sich über das Kontrollzentrum steuern.

Das EKG und die Herzrhythmusanalyse hat Apple vorerst nur für Geräte freigeschaltet, die in den USA gekauft worden sind. Beide Funktionen sollen nach Erlaubnis zuständiger Gesundheitsbehörden in weiteren Ländern aktiviert werden. (dz@ct.de)

Sicherheits-Check für signierte Mac-Software

Apple will Infektionen von Macs durch bekannte, aber signierte Malware weiter eindämmen. Bei Programmen, die die Firma über den hauseigenen Mac-App-Store verbreitet, klappt das gut, weil sie Apple vor Veröffentlichung automatisch prüft. Nun sollen Entwickler, die andere Vertriebswege nutzen, signierte Software freiwillig zum Sicherheits-Check beim Konzern einreichen.

Deren Programme müssen Richtlinien, die für Apps im Mac-App-Store gelten, weiterhin nicht einhalten. Nutzer könnten aber sicher sein, dass „keine bekannte Malware enthalten ist“, hebt Apple hervor. Der Check soll in einer späteren macOS-Version zur Pflicht werden. Software, die die Prüfung besteht, erhält eine Beglaubigung von Apple. Ab Frühjahr 2019 wird macOS 10.14 (Mojave) beim ersten Öffnen einer solchen App die Beglaubigung prominent hervorheben.

Um signierte Malware aus dem Verkehr zu ziehen, musste Apple bisher das zugehörige Entwicklerzertifikat entwerten. Das blockiert aber das Ausführen sämtlicher Software eines Entwicklers. Mit der neuen Methode lässt sich jede signierte App einzeln sperren.

Unsignierte Software ist von diesem Schritt nicht betroffen und lässt sich wie bisher nutzen; das muss der Nutzer lediglich beim ersten Start des Programms genehmigen. (dz@ct.de)

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